Was ist Suchmaschinenoptimierung (SEO)?

SEO oder Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization) ist ein Oberbegriff für solchen Onlinemarketingmaßnahmen, die zum Ziel haben, die Sichtbarkeit einer Webseite zu erhöhen. Dabei geht es grundsätzlich um die Platzierung im organischen und somit unbezahlten Suchmaschinenranking verschiedener Suchmaschinen wie Google und Co. Zu diesen Maßnahmen gehören Optimierungen an inhaltlichen Bestandteilen wie auch an technischen Aspekten einer Webseite.

Eine gute Suchmaschinenoptimierung sollte heutzutage nichts mehr mit Manipulation der Sichtbarkeit in den Google Suchergebnissen zu tun haben! Viel mehr sollte es aus einem Mix aus Technik, Usability, Content, externen Verlinkungen (Backlinks) und einer Menge harter Arbeit bestehen. Man läuft sonst Gefahr gegen die Google Webmaster Guidelines zu verstoßen und dadurch das erreichte SEO-Ranking, also einen wertvollen Teil des Traffics, dauerhaft zu verlieren.

1. Sicherheit der Webseite

Seit 2014 hat Google HTTPS als Ranking-Signal bestätigt und mittlerweile zeigt Google Chrome sogar Folgendes an: „Die Verbindung zu dieser Website ist nicht sicher“ Websites mit SSL-Verschlüsselung wurden also zum festen Standard, der unbedingt auch für eine gute Suchmaschinenoptimierung zu beachten ist. Eine Seite mit SSL-Zertifikat zeigt, dass dem Seitenbetreiber das Thema Sicherheit wichtig ist.

Du solltest also so schnell wie möglich die eigene Webseite auf HTTPS umstellen (falls du es noch nicht gemacht hast). Google könnte nämlich deine SEO-Bemühungen bestrafen, indem deine Rankings und somit die organische Sichtbarkeit wegen mangelnder Sicherheit deiner Website heruntergestuft wird.

2. Ladezeiten optimieren

Lange Ladezeiten einer Webseite ärgern nicht nur die Besucher, sondern auch Google! Eine langsame Webseite vermindert den Erfolg deiner SEO-Arbeit. Um die Ladezeiten deiner Webseite zu verkürzen, solltest du folgende Punkte beachten:

  • HTTP-Requests reduzieren
  • Dateimengen verkleinern
  • Korrekte Reihenfolge beim Laden von Ressourcen
  • usw...

3. Optimiere deine Webseite auch für mobile Geräte

Googles Mobile-First-Index bewertet die mobile Version deiner Webseite, um deren Relevanz für die mehrheitlich mobilen Nutzer zu bewerten. Das bedeutet, dass du dich um eine optimale mobile Version deiner Seite kümmern solltest. Dabei geht es zum Beispiel um die Nutzung von Responsive Design sowie eine korrekte Implementierung der dynamischen Bereitstellung von Inhalten.

Schon seit 2015 wird mobil-optimierter Content bei der mobilen Suche bevorzugt. 2017 verkündete Gary Illyes von Google, dass Webseiten zukünftig auf Basis der Mobilversion bewerten werden – sofern eine vorhanden ist – statt, wie bisher, nach der Desktop Version. Sie werden in den “Mobile first Index” von Google aufgenommen. Die Desktop-Version wird weiterhin indexiert und für das Ranking herangezogen, wenn keine Mobile-Version vorhanden ist.

4. Die Erreichbarkeit und Benutzbarkeit von Inhalten

Menschen sind auf der Suche nach bestimmten Inhalten und deine Aufgabe ist es ihnen es so leicht wie möglich zu machen. Es lohnt sich auch deswegen, weil die Suchmaschinen genau das Gleiche wollen. Eine saubere Informationsarchitektur und eine flache Hierarchie deiner Website wirkt sich positiv auf deine SEO-Ergebnisse aus.

In der Praxis bedeutet es: Inhalte für Suchmaschinen freigeben. Es klingt zwar banal, es soll jedoch geprüft werden, ob deine Website überhaupt für Suchmaschinen freigegeben ist. Außerdem ist es für eine gute Suchmaschinenoptimierung wichtig, dass jeder Inhalt mit wenigen Klicks erreichbar ist und die internen Verlinkung optimiert sind! (Eine flache Hierarchie sowie eine gut strukturierte Informationsarchitektur durch interne Verlinkung erhöht die Chance einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung).

5. Saubere URLs

Das Wichtigste ist hier, dass du sogenannte „sprechende“, also aus lesbaren Wörtern bzw. Keywords (statt langen ID-Nummern oder kryptischen Zeichen) bestehende URLs verwendest. Klickraten innerhalb der Google Ergebnisse fallen nämlich viel höher aus, wenn die URL das wiedergibt, was der Suchende erwartet. Neben sprechenden URLs solltest du dich an folgende Regeln halten:

  • URLs so simpel und kurz wie möglich halten
  • Keywords nutzen
  • Auf Sonderzeichen verzichten
  • Das Minuszeichen als Trenner nutzen
  • Nur Kleinschreibung benutzen
  • Keine Füllwörter verwenden

So könnte eine für den User SEO-konforme URL aussehen: www.videokurse.tv/videokurse

Wie du sprechende Links in WordPress erstellst, erfährst du hier: Permalinks in WordPress einrichten

6. Title Tags

Unter den mittlerweile mehr als 200 verschiedenen SEO-Rankingfaktoren bei Google, spielt der HTML-Title Tag immer noch eine extrem wichtige Rolle! Den Title Tag kannst du entweder im Browser, im Quelltext oder in den Google Suchergebnissen sehen. Optimiere den Title Tag deiner Website folgendermaßen:

  • Jede URL sollte einen individuellen Title besitzen
  • Das Keyword sollte sich dabei so weit wie möglich vorne befinden, optimaler Weise direkt an vorderster Stelle
  • Der Title sollte aus nicht mehr als 70 Zeichen bestehen
  • Der Title sollte den User zum Klicken animieren

7. Meta Description

Meta Descriptions sind im Gegensatz zu den Title Tags für die Besucher der Website nicht sichtbar. Die HTML-Meta Description kann man nur im Quelltext oder in den Google Suchergebnissen sehen.

Obwohl Meta Descriptions keinen direkten Einfluss auf dein SEO-Ranking haben, sollten diese für jede einzelne Seite deiner Website individuell gepflegt werden. Grund dafür ist, dass Suchmaschinen die Meta-Beschreibung innerhalb der Suchergebnislisten anzeigen und so lässt sich über eine optimierte Meta-Beschreibung direkter Einfluss auf die Klickrate nehmen, um mehr Besucher auf deine Website zu lenken. Es ist sozusagen ein indirekter Rankingfaktor in der Suchmaschinenoptimierung. Für Meta Descriptions gelten folgende Regeln:

  • Mindestens 80 Zeichen, maximal 150 Zeichen inklusive Leerzeichen. Solltest du diesen Wert überschreiten, schneidet Google die Meta Description einfach ab und ersetzt die letzten Zeichen durch […].
  • Keyword am Anfang der ersten 80 Zeichen und optimaler Weise noch einmal innerhalb der zweiten 80 Zeichen. Die Keywords werden in den Suchergebnissen fett hervorgehoben.
  • Schreibe werblich und informativ. Verwende eine klare Handlungsaufforderung, um positiven Einfluss auf die Klickrate innerhalb der Google Ergebnisse zu nehmen.
  • Nutze Sonderzeichen (ohne zu übertreiben) um die Aufmerksamkeit der Suchenden zu steigern.

Du kannst bei den Title Tags und den Meta Descriptions mit dem SISTRIX Snippet Generator arbeiten.

8. Optimierte Überschriften

Wenn ein Besucher innerhalb der Google Ergebnisse auf deine SEO-Snippets klickt, gelangt er auf deine Webseite. Jetzt geht es darum seine Erwartungen zu erfüllen. Der erste Orientierungspunkt ist dabei die Überschrift. Wichtig ist es dabei, sich an die Hierarchie von h1 – h6 zu halten. In h1 kommt logischerweise die wichtigste Überschrift, in h6 die am wenigsten wichtige. Ausschlaggebend ist es hier zu beachten, dass man nur so viele Ebenen verwendet, wie es für das entsprechende Element Sinn macht. In der Praxis reicht oft h3 als letzte Ebene völlig aus. Die Überschriften sollen kurz, einprägsam, informativ und konsistent zu Title Tag und Meta Description sein. Man sollte auch unbedingt Keywords verwenden.

9. Content, Content, Content

Da Google in erster Linie eine noch immer textbasierte Suchmaschine ist, geht es im ersten Schritt darum Texte zu schreiben, die den User auf der Webseite halten. Um das zu erreichen solltest du einzigartige, sinnvoll strukturierte Texte schreiben, die dem Besucher einen Mehrwert bieten, ihn direkt ansprechen und gut lesbar sind. Und das Wichtigste: die passenden Keywords nicht vergessen!

Am besten ist es, den potentiellen Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, ihm neben guter Texte einen weiteren Content mit klarem Nutzen und Mehrwert wie Studien, E-Books, Checklisten, Videos usw. bereitzustellen.

10. Backlinks

Backlinks sind externe Links zu deiner Webseite. Google wertet einen solchen Link wie eine Empfehlung. Webseiten, die mehr gute Empfehlungen haben als andere, werden somit logischerweise als relevanter eingestuft und haben in der Regel bessere SEO-Rankings. Hier gilt es aber ganz klar: Qualität vor Quantität. Ein Link von einer seriösen und gut besuchten Webseite ist mehr wert, als 100 Links von unseriösen Webseiten. Solltest du versuchen deinen Content durch Verweise von anderen Websites zu promoten, frage dich zum Beispiel, ob du die externen Seiten deinen Freunden oder deiner Familie weiterempfehlen würdest!

Zahle aber niemals Geld für einen Link! Die Google Webmaster Guidelines verbieten es Links zu kaufen, da Google dies als Manipulationsversuch ansieht und damit knallhart ins Gericht geht.

Mein Fazit

Eine gute organische Sichtbarkeit bei Google ist immer mit einer Menge harter Arbeit verbunden. Man sollte sich immer als erstes Gedanken über den User machen, der das Bedürfnis hat, etwas zu finden und bestimmte Erwartungen damit verknüpft. Wenn man also die Erwartungen der User erfüllt, wird man von den Suchmaschinen dafür belohnt.

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