Für die meisten ist ein Blog der Ort, an dem sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Sie stellen sich ihren Blog als ein kreatives Medium vor, in welchem sie ihre Ideen und Gedanken niederschreiben und anderen Menschen zugänglich machen. Die Realität ist jedoch, dass, wenn wir wollen, dass Leute unsere Blogartikel anklicken und lesen, es einige ungeschriebene Regeln gibt, die wir befolgen sollten.

Es fängt bereits beim Blogtitel an, denn ist dieser nicht packend und auf die Zielgruppe zugeschnitten, wird der Blogbeitrag erst gar nicht geöffnet und du als Blogger bekommst nicht die Chance deine Inhalte zu präsentieren.

In diesem Artikel gebe ich dir ein paar Tipps, wie der Blogtitel deiner Artikel aussehen sollte, um die maximalen Klickzahlen zu erreichen.

Content is King, oder?

Ja! Der Inhalt ist König, doch was bringt dir der am besten recherchierte und ausgearbeitete Blogbeitrag, wenn ihn niemand liest? Deine Überschrift muss mindestens genauso gut sein, wie der Inhalt, denn nur dann klicken die Leute auf deinen Beitrag und bekommen überhaupt die Chance dein Meisterwerk zu lesen!

Menschen werden immer ungeduldiger und entscheiden innerhalb Bruchteilen von Sekunden, ob ein Blogbeitrag lesenswert ist oder nicht. Du musst sie also bereits in der Übersicht mit deinen Worten fesseln und ihnen in wenigen Wörtern klar machen, was sie erwartet.

Man hat die Statistiken der Blogartikel auf der Webseite upworthy.com analysiert und herausgefunden, dass die Klickzahlen, abhängig vom Blogtitel, um bis zu 500% variieren. Außerdem klicken nur rund 20% auf Blogartikel um mehr zu erfahren – der Rest scrollt einfach weiter.

Die Frage, die wir uns nun stellen: Was veranlasst deine Besucher auf einen Link zu klicken und weiterzulesen? Darauf gehen wir jetzt ein!

1. Transparenz

Mache von Anfang an klar, was der Leser sich von deinem Blogartikel erwarten kann. Unterlasse vage Beschreibungen oder komplizierte Fachwörter, die vom Großteil deiner Zielgruppe nicht verstanden werden. Sei stattdessen spezifisch und nutze kurze und einfache Wörter.

Beispiel: 5 Tipps, wie du mehr Leser für deine Artikel gewinnst!

2. Emotionen

Rund 80% unserer Entscheidungen treffen wir unbewusst durch das Gefühl, das uns der Titel, das Produkt oder die Dienstleistung vermittelt. Stelle dir folgendes Szenario vor: Du schreibst einen Blogartikel darüber, wie man mehr Kunden mit einer Landingpage erhalten kann.

Beispiel 1: Generiere mehr Leads mit einer Landingpage.

Beispiel 2: 5 einfache Tipps, wie du mehr Kunden auf einer Landingpage gewinnst.

Welches der beiden Blogtitel klingt für dich besser? Der Zweite natürlich, vor allem, wenn du keine Ahnung haben solltest, was ein Lead überhaupt ist. 

Außerdem beinhaltet das zweite Beispiel das Wort „einfach“, was dem Leser signalisiert, dass auch er als Laie die Tipps umsetzen und mehr Kunden gewinnen kann. Auch die Wortzusammensetzung „Kunden gewinnen“ gibt ein positiveres Gefühl, als „Leads generieren“.

Spiele mit den Emotionen deiner Leser, dann werden auch die Klickzahlen deiner Blogbeiträge steigen!

3. Sei hilfreich

Jedes Mal, wenn du einen Blogbeitrag schreibst, solltest du dir die Frage stellen, die sich deine Leser in Zukunft stellen werden: „Was ist für mich drin?“.

(Fast) jeder Mensch ist auf sich selbst bezogen. Warum soll jemand einen Blogartikel lesen, wenn ihm null Mehrwert geboten wird? Oder würdest du jeden Tag für einen Monat lang 10 Blogbeiträge darüber lesen, wie man Bonsai-Bäume richtig gießt? Genau. Ich auch nicht.

Und genau darum geht es: Du musst hilfreiche Blogbeiträge schreiben, die auch nicht das wiedergeben, was deine Konkurrenz schon 1000 Mal vorgekaut hat. Lasse dir neue Sachen einfallen oder recherchiere weiter. Es gibt so viele tolle Inhalte im Internet, die nur darauf warten entdeckt zu werden.

Das wichtigste hierbei ist jedoch wieder der Blogtitel deines Artikels, denn der Leser muss ja bereits am Anfang wissen, was er davon hat, wenn er deinen Artikel lesen sollte.

Beispiel: In einem Wochenende ohne Vorkenntnisse zur professionellen Webseite.

Der Leser weiß ganz genau, was ihn erwartet und dass er auch ohne Vorkenntnisse eine eigene Webseite in einem Wochenende erstellen könnte. Wenn er auf der Suche nach einer Möglichkeit ist, eine Webseite zu erstellen, ist diese Überschrift sehr gut gewählt.

4. Dringlichkeit

Der übliche Internetnutzer ist ständig gestresst, denn er muss noch eine Nachricht auf Facebook beantworten, die Urlaubsbilder auf Instagram hochladen und nebenbei noch die Miete überweisen. Zwischendrin braucht er eine Pause und surft im Internet herum. Er stößt auf einen Blog und sieht sich die Blogtitel an, doch ist nicht wirklich in der Stimmung jetzt einen Beitrag zu lesen. Er kommt später darauf zurück – oder auch nicht.

Genau hier hast du einen weiteren Leser verloren – herzlichen Glückwunsch! Doch was kannst du machen, damit du ihn nicht verlierst? Schaffe im Blogtitel eine Dringlichkeit! Wähle Wörter, die dem Leser ein FOMO Gefühl geben. FOMO steht für „Fear of missing out“ und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Angst etwas zu verlieren“.

Beispiel: Erhalte wöchentlich über 500 neue Blogleser mit diesem einfachen Trick.

Den einfachen Trick will er sofort wissen, damit er gleich damit starten kann, denn gewinnt er diese Woche 750 neue Leser, kann er in der nächsten Woche wieder 750 neue Leser generieren, usw. Außerdem: die Konkurrenz schläft nicht. Der Leser will so schnell wie möglich mit der Umsetzung beginnen, bevor es die Konkurrenz macht.

5. Zahlen und Listen

Menschen lieben Zahlen und Listen. Die Gründe dafür sind einfach. Sehen wir uns wieder zwei Beispiele an:

Beispiel 1: Erfolgreicherer Blog durch Optimierung.

Beispiel 2: 10 Tipps wie dein Blog erfolgreicher wird.

Im ersten Blogtitel weißt du nicht, ob es sich um Theorie- oder um Praxistipps handelt. Du erwartest dir einen ewig langen Blogartikel, der das Thema beleuchtet und mehr an ein Essay, als eine praxisorientierte Anleitung erinnert.

Im zweiten Beispiel ist jedoch sofort ersichtlich, dass dich in dem Blogartikel 10 Tipps erwarten, die du auch sofort in der Praxis umsetzen kannst. Du rechnest mit einer gut gegliederten Aufzählung mit Überschriften, wo du einzelne Punkte einfach überspringen kannst, wenn sie für dich irrelevant sind. Dadurch sparst du wieder Zeit, die du für das Anschauen von Hundevideos verwenden kannst.

Weiterer Tipp: Schreibe die Zahlen niemals aus, denn Ziffern stechen im Titel heraus und werden zuerst bemerkt.

6. Stelle eine Frage

Wenn du eine Frage stellst, spricht es den Leser sofort an. Entweder er hat schon eine Antwort darauf, weil er sich mit dem Thema bereits sehr gut auskennt, oder aber er ist sich unsicher, möchte deine Antwort wissen und klickt auf den Beitrag.

Beispiel: Suchmaschinen-Optimierung: Sinnvoll oder Zeitverschwendung?

Hast du deinen eigenen Blog, wird das eines Tages sicher Thema sein und du wirst die Meinung anderer Blogger wissen wollen. Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit würdest du auf so einen Titel klicken, um mehr zu erfahren.

Perfektioniere deine Blogtitel

Wie du siehst, gibt es einige Punkte, die man beim Thema Blogtitel beachten sollte, um die Klicks auf die Blogbeiträge zu maximieren und der Welt deine tollen Inhalte überhaupt präsentieren zu können.

Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, welche Überschrift zu welchem Blogartikel passt. 

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Wenn du bereits einen Blog hast, sieh dir deine alten Blogartikel an und optimiere noch die Überschriften mit den oben genannten Kriterien. Es ist nie zu spät für einen tollen Blogtitel!

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