Content-Marketing funktioniert vor allem durch das Erstellen eigener Inhalte. Heutzutage ist das aber noch lange nicht alles. Um interessanten und immer neuen Content anbieten zu können, gewinnt eine spezielle Art des Content-Marketings immer mehr an Bedeutung: Content-Curation. Dabei geht es um das Selektieren, Präsentieren und Kommentieren der im Netz verfügbaren Inhalte. Mehr darüber erfährst du in meinem Blogbeitrag: „Content-Curation – Erfolgreich mit fremdem Content“.

Um eine Content-Curation-Strategie umsetzen zu können, hat man mit einer Menge Informationen zu kämpfen, die im Internet verfügbar sind. Ein Glück, dass für ein effizientes Sammeln, Verarbeiten und Verteilen der Inhalte entsprechende Content-Curation-Tools, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind, entwickelt wurden.

Bekannte Curation-Tools

  • Der Save-for-later-Service erleichtert das Sammeln von Artikeln, Fotos etc., die online abgelegt werden.
  • Einfache Handhabung: mit Hilfe einer Browser-Erweiterung kann man nur mit einem Klick, während des Surfens, gewünschte Webseiten der Liste hinzufügen.
  • Pocket ist auch als App verfügbar.
  • Unabhängige Entwickler können weitere Schnittstellen entwickeln, damit die Kompatibilität mit anderen Anwendungen möglich wird. Dadurch sind schon über 60.000 Apps entstanden.
  • Pocket bietet eine Premium-Variante, in der die Möglichkeit besteht, richtige Kopien und nicht nur Hyperlinks abzuspeichern. Das ist in dem Fall von Bedeutung, wenn Inhalte vom Urheber gelöscht oder verändert werden. Darüber hinaus bietet die kostenpflichtige Version eine Volltextsuche und schlägt für das Verwalten von Listen passende Tags vor.
  • Nachteil: die Zusammenarbeit von mehreren Nutzern an einer Liste ist nicht möglich.
  • Pocket ist als Ergänzung zu weiteren Tools für professionelles Content-Marketing sehr gut geeignet.
  • Das kostenlose Tool soll dem Nutzer beim Lesen und Sichten von Content helfen. Es ist dann hilfreich, wenn man weiß, welche Quellen man beobachten möchte.
  • Mit diesem Tool können User Blogs und News-Outlets speichern und direkt in Feedly lesen. Leider eignet sich das Tool nur zum Lesen von RSS- und Newsfeed. Dadurch kommt nur Text in Frage, Bilder und Videos werden nicht erfasst.
  • Mit sogenannten Boards lassen sich Inhalte, auch solche außerhalb von Feedly, speichern.
  • In der Gratisversion ist die Anzahl an Quellen, Kollektionen und Boards beschränkt, in der Premiumvariante unbegrenzt. Auch der Funktionsumfang der Boards ist in der kostenpflichtigen Variante größer.
  • Mit Keyword-Alert sucht Feedly die Google News nach einem, vom User eingestellten, Keyword und lässt die dazu passenden erscheinen.
  • In der Pro-Version ist auch eine Team-Arbeit mit Verknüpfungen zu Zapier, Evernote, OneNote, Hotsuite und Pocket möglich.
  • UpContent ist ein sogenanntes Content-Discovery-Tool. Seine Hauptaufgabe ist es Content zu finden. Du gibst bestimmte Suchdetails vor (zum Beispiel Keywords, die in den Inhalten vorkommen sollen oder nicht vorkommen dürfen) und UpContent präsentiert dir nach dem Durchsuchen von mehreren Millionen News-Seiten (und/oder Blogs) die interessantesten Ergebnisse.
  • Es gibt nur eine englische Version, man kann aber trotzdem deutsche Wörter in die Suchanfrage eingeben und Inhalte auf Deutsch bekommen.
  • Du kannst auch den Zeitraum bestimmen, in dem die Texte entstanden sind. Ältere Artikel sortiert UpContent aus.
  • Die Artikel können nach Neuheit, Relevanz, Shareability (die Wahrscheinlichkeit, dass der Content eine Aktion bei der Zielgruppe auslöst) und Einfluss (resultiert aus den Verlinkungen innerhalb der Suchergebnisse) geordnet werden.
  • UpContent bietet eine kostenlose und eine kostenpflichtige Version, wobei die Kernfunktionen gleich sind. In der Pro-Version kann man beliebig viele Suchanfragen überwachen und es gibt keine Eigenwerbung von UpContent.
  • Paper.li ist ein sogenannter Social-Media-Agent. Er wird oft als Twitter-Zeitung bezeichnet, weil er den täglich erstellten Post automatisch über den Twitter-Account des Nutzers verbreitet.
  • Du musst nur einen Suchbegriff eingeben, die Quellen (die bekannten Social-Media-Kanäle oder die Genius-Quelle des Systems) festlegen und das System erstellt daraus jeden Tag eine neue „Zeitung“.
  • Für deine Content-Curation-Strategie wird aber die gratis Version nicht ausreichen – du solltest dafür auf eine kostenpflichtige Version upgraden, denn dann kannst du das Tool auch für Facebook und LinkedIn einsetzen und die Zeitung mit Embedded Code in deinen Blog einbauen.
  • Die komplette Automatisierung ist dabei nicht zu empfehlen, da wahllos zusammengestellte Inhalte niemanden überzeugen werden. Es ist wichtig, sie aufzubereiten. Die Artikel können teilweise entfernt werden, man kann auch beliebige Artikel hinzufügen. Es lassen sich Kommentare hinzufügen und das Erscheinungsbild anpassen.
  • Die Plattform ermöglicht es dir, einen Call-to-Action-Button zu erzeugen, der im geteilten Inhalt auftaucht und auf die eigene Webseite verweist.
  • Nachdem du einen CTA-Button erstellt hast, kannst du im Dashboard den entsprechenden Webinhalt einfügen. Jetzt wird in den sozialen Medien anstelle des alten Links, ein neuer, von Sniply erzeugter Link, geteilt.
  • Da die Weiterleitung auf den kuratierten Inhalt immer über Sniply läuft, kann das Tool das Verhalten der Zielgruppe analysieren. In den Sniply Analytics werden Daten wie Klicks, Conversions. Zeit auf der Website oder die Bounce-Rate erfasst.
  • Mit Triberr sollten die richtigen Ansprechpartner, sogenannte Influencer, gefunden werden. Die, bei der jeweiligen Zielgruppe populären Personen, erhöhen deutlich die Reichweite der kuratierten Beiträge, indem sie sie teilen.
  • Triberr ist also über Content-Curation und Content-Marketing hinaus fürs Influencer-Marketing interessant. Die passenden Influencer findet man durch einen Selektions-Algorithmus.
  • Du kannst über die Plattform Kampagnen erstellen, denen Blogger beitreten können, um dann darüber zu schreiben.
  • Tribes eignen sich gut dazu Content zu verbreiten. Beiträge erscheinen im Stream jedes Tribe-Mitglieds. Du kannst eigene Beiträge wie auch die Beiträge anderer Tribe-Mitglieder in den Social-Media-Kanälen teilen.
  • Darüber hinaus hast du die Möglichkeit auf Auto-Share zu schalten und somit jeden Beitrag automatisch an die eigenen Social-Media-Follower weiterleiten.
  • Vertragsangelegenheiten und die Bezahlung der Influencer können über Triberr abgewickelt werden.
  • Es gibt zwei Varianten: Lite und Prime Membership, die sich nur im Umfang unterscheiden.
  • Nachteil: kaum Schnittstellen zu anderen Anwendungen.

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All-in-one-Lösungen

Einige Tools versuchen allen Anforderungen gerecht zu werden, um Content-Marketing-Experten, die sich tagtäglich mit Content-Curation befassen, die Arbeit zu erleichtern.

  • Scoop.it bietet sowohl Content-Discovery als auch Möglichkeiten (kuratierten) Content zu veröffentlichen.
  • Nachdem die Interessensfelder bestimmt werden, kann man die Scoops (Inhalte, die man kuratieren möchte) über soziale Kanäle verteilen.
  • Scoops können vorausgeplant werden.
  • Jeder Nutzer legt themenspezifische Boards (Topics) an, die zu einer Art Blog auf der Plattform werden.
  • Das Design kannst du, über HTML und CSS, anpassen. Und die Inhalte lassen sich in die eigene Webseite oder einen WordPress-Blog integrieren.
  • Eine Verknüpfung mit Buffer ist möglich.
  • Es ist möglich, kuratierten Topics zu folgen.
  • Darüber hinaus bietet Scoop.it für jedes Topic informative Analysen.
  • Du kannst den Newsletter-Bereich nutzen, um deine gesammelten Scoops für dein Newsletter-Marketing zu verwenden.
  • Für die professionelle Content-Curation eignet sich nur die kostenpflichtige Business-Variante.
  • Mit Scoop.it kannst du gemeinsam mit deinem Team arbeiten.
  • Das kostenpflichtige Content-Curation-Tool Curata ist eine professionelle Lösung für Content-Curation.
  • Curata setzt vor allem auf Machine-Learning. Das Tool sucht mehrere hunderttausend Quellen durch und schlägt, zu gewählten Interessengebieten, Inhalte vor. Im Laufe der Benutzung lernt die Software dazu: Die präsentierten Beiträge orientieren sich daran, was der Nutzer in der Vergangenheit für sinnvoll und relevant hielt.
  • Darüber hinaus ist ein Texteditor vorhanden, in dem du deinen eigenen Content zu dem kuratierten hinzuzufügen kannst, wie auch passende, lizenzfreie Bilder, die von Curata angeboten werden.
  • Die Beiträge lassen sich auf einer integrierten HTML5-Seite, über Schnittstellen zu verschiedenen CMS (WordPress, Joomla, Drupal etc.) und Marketing-Plattformen (MailChimp, Hubspot, Marketo etc.) veröffentlichen oder in sozialen Medien teilen.
  • Eine Team-Arbeit ist ebenfalls möglich.
  • Zusätzlich zur Content-Curation-Software stellt der Anbieter auch eine Content-Marketing-Plattform zur Verfügung.
  • Es sind keine Preise einsehbar (jede Firma muss ein Angebot einzeln anfordern).

Mein Fazit zu Content Curation-Tools

Es gibt also einige Content-Curation-Tools, die dir die Arbeit wirklich erleichtern können. Um die Kosten überschaubar zu halten, solltest du dich aber fragen, was du wirklich benötigst. Vielleicht ist eine teure All-in-one Anwendung gar nicht nötig. Auch einfachere Werkzeuge miteinander kombiniert können effizient eingesetzt werden.

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