Content ist im Onlinemarketing bekanntlich King. Es bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man Inhalte selbst erstellen muss. Du kannst Blogartikel oder E-Books schreiben lassen, Videos produzieren lassen etc. Darüber hinaus kannst du fremde Inhalte suchen und eigenem Publikum präsentieren.

Und das genau ist der Gegenstand des sogenannten Content Curation. Es mag dir unlogisch vorkommen: wie kann dein eigenes Marketing durch verbreiten fremder Inhalte vorangetrieben werden? Ist das nicht das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen will? Und doch, Content Curation hat Sinn, wenn man es richtig einsetzt.

Content von der Konkurrenz verbreiten

Das Liken und Teilen von Inhalten kennen wir vor allem aus sozialen Medien. Auf Facebook werden mehrere Millionen Likes pro Minute vergeben. Auf virale Weise verbreiten sich so Inhalte rasend schnell. Innerhalb von Minuten ist die ganze Welt informiert. Pinterest beispielsweise lebt nur von fremden Inhalten. Die Nutzer sammeln dort auf themenspezifischen Boards für sich und die Community Inhalte, die sie im Internet zu gewissen Themen gefunden haben.

Bei der Content Curation geht es also darum auf unterschiedlichen Kanälen Artikel, Infografiken oder Videos, die deine Zielgruppe interessieren, zu verbreiten. Bei dieser Marketingstrategie müssen jedoch die Inhalte zuerst aufgearbeitet und erst dann weiterverteilt werden.

Da ein Überangebot an Informationen vorhanden ist, sollte ein guter Marketer sie filtern, um den Lesern zu helfen den Überblick zu behalten.

Dabei sollten die Erstellung von eigenen Inhalten und Content Curation Hand in Hand gehen. Dein Informationsangebot wird so durch Content Curation um ein Vielfaches erweitert.

Es ist zwar so, dass sich dadurch der Aufwand erhöht, weil man neben der Erstellung von eigenen Inhalten, noch nach fremden Inhalten recherchieren muss, anderseits aber tut man es ohnehin auf der Suche nach relevanten Materialien, um eigene Themen zu bearbeiten. So gesehen schlägt man zwei Fliegen mit einer Klatsche. Außerdem: Aufgrund von Zeitmangel bleibt in einem Unternehmen oft die Qualität der eigenen Texte, Bilder oder Videos auf der Strecke. Und da gute Inhalte von entscheidender Bedeutung sind, kann hier Content Curation wirklich eine große Hilfe sein.

Sei DIE Anlaufstelle in deinem Themengebiet

Du kannst und solltest dich als Experte in deinem Themengebiet präsentieren, was am besten mit eigenen Inhalten gelingt. Aber auch als Content Curator zeigst du deinem Publikum indirekt durch die sorgfältige Auswahl von Inhalten, dass du auf dem neusten Stand bist und weißt was für deine User wichtig und interessant ist.

Auch auf Social-Media-Kanälen ist Regelmäßigkeit deines Auftretens immens wichtig. Mit Content Curation bietest du deinen Fans einen direkten Mehrwert und machst deinen Account zu einer wichtigen Anlaufstellen für alle, die themenspezifische Informationen suchen. Außerdem verändert sich heutzutage alles in atemberaubendem Tempo. Damit musst du mithalten können und auf neueste Trends, Entwicklungen und Ereignisse schnell reagieren. Content Curation kann dir dabei sehr behilflich sein.

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Content Curation hat einen weiteren, sehr großen Vorteil

Du steigerst deine Glaubwürdigkeit. Da du nicht engstirnig nur aus deiner Sicht Dinge beschreibst und bewertest, sondern in der Lage bist die Meinung Anderer einzubeziehen, sorgst du einerseits für einen regen Austausch auf deiner Webseite, anderseits etablierst du dich immer mehr als Experte auf deinem Gebiet. Durch das Erweitern deines Themenkomplexes erweiterst du auch dein Angebot und machst dein Auftreten für deine User interessanter.

Abgesehen davon kann Content Curation gut für das Suchmaschinenranking sein. Google bewertet das Verbreiten von qualitativ-hochwertigen Links durchaus positiv. Achte aber darauf, dass du darüber hinaus über eigenen Content verfügst und dass die geteilten Inhalte von dir kommentiert werden, weil die Suchmaschinen-Algorithmen doppelten Content abstrafen.

Aber stärke ich dabei nicht meine Konkurrenz?

Falls du dir Sorgen darüber machst, dass deine Konkurrenz dadurch stärker wird, überlege: jede Marketingmaßnahme, online wie auch offline, wird dadurch erfolgreicher, dass man Kunden eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet. In einem Kaufhaus, wo drei Schuhgeschäfte nebeneinander bestehen, verkauft jedes einzelne mehr, als wenn ein Schuhgeschäft alleine da wäre. Deswegen werden deine Bestrebungen auf lange Sicht erfolgreicher sein, als die deiner Konkurrenten ohne Kurrationsstrategie.

Auch wenn es um Traffic geht, scheint Content Curation ziemlich verkehrt zu wirken: du lenkst deine Besucher von deiner Webseite weg auf fremde Kanäle. Aber auch hier: wenn der kuratierte Inhalt den Usern gefällt, kommen sie wieder zu dir zurück, in der Hoffnung Hinweise auf weitere wertvolle Inhalte vorzufinden. So erhöhst du indirekt auch deinen Traffic.

Content Curation im professionellen Onlinemarketing

Den Teilen-Knopf bei Facebook zu betätigen oder einen Beitrag auf Twitter zu retweeten reicht hier nicht aus. Was sollst du also beachten, damit sich deine Mühe auszahlt?

  • Suche guten und relevanten Content aus, der deine Zielgruppe wirklich interessiert.
  • Sei schnell! Sonst wechseln deine Leser zu anderen Quellen.
  • Das Selektieren von Informationen sollte für einen Mehrwert sorgen und nicht für noch mehr Verwirrung! Teile also nicht alles, was dir über den Weg läuft.
  • Du musst auf die Quelle der Informationen verweisen. Dabei ist wichtig, welche Quellen es sind. Das Ziel ist es, qualitativ hochwertigen Content zu finden. Deine Nutzer sollten sich wünschen, sie hätten das schon früher gefunden.
  • Verteile Inhalte aus verschiedenen Quellen! Sonst verlieren deine Leser das Interesse an dir, sie wechseln gleich zu der Quelle der Informationen.
  • Du musst dauerhaft und konsequent vorgehen. Deine Bemühungen bringen gar nichts, wenn du nur ab und zu irgendetwas teilst. Die User wollen umfassend informiert werden.
  • Kuratieren bedeutet auch Aufbereiten: Durch Kommentare, Gegenüberstellungen und Erweiterungen des Kurators entsteht einerseits ein Mehrwert, anderseits wächst das Suchmaschinenranking der Webseite.

Wie kann ein Content Curation entstehen?

  • Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte zu einem Thema. Hierher gehören zum Beispiel Ranking-Listen. (z.B.: „Die 10 besten XYZ“, oder „Die 5 Verlierer der Woche“,…)
  • Reduzierung des geteilten Inhalts auf seine Kernaussagen, wodurch der Aufwand beim Lesen verringert wird.
  • Eine Sammlung verschiedener Inhalte, um einen Trend wiederzugeben. Inhalte sollten dabei aktuell gehalten und stetig erweitert werden.
  • Heranziehen von verschiedenen Perspektiven, Beiträgen, Zitaten etc. zu einem bestimmten Thema.
  • Chronologisches Aufbereiten eines Themas, um den Verlauf von Meinungen, Entwicklungen und Ideen wiederzugeben. Es entsteht ein eigener Text, der sich aber sehr auf Zitaten und Verweise stützt.

Content Curation vs. Klauen von Inhalten

  • Das Urheberrecht gilt auch im Internet: Fremde Inhalte dürfen nicht unerlaubt kopiert werden! Aus ethischen und datenschutzrechtlichen Gründen ist das Zitieren und um Erlaubnis fragen empfehlenswert.
  • Die Angabe von Quellen und das Kontaktieren von Autoren ist auch aus Onlinemarketing-Sicht sehr zu empfehlen. Es sorgt für Transparenz und schließt für die User neue Quellen auf. Mit etwas Glück werden sie im Gegenzug auch deine Inhalte teilen.
  • In den sozialen Medien werden Autoren automatisch über das Teilen ihrer Inhalte benachrichtigt.

Wo sollst du Content Curation verteilen?

Grundsätzlich geht man beim Veröffentlichen von Content Curation wie mit eigenem Content vor. Du kannst die Inhalte über:

  • Social Media
  • Blogs
  • Newsletter oder
  • Content-Curation-Tools verteilen.

Achte nur darauf, dass der Inhalt zum Kanal passt.

Fazit zu Content-Curation

Content Curation ist grundsätzlich einfach und wird von vielen Online-Usern, sowohl Einzelpersonen wie auch professionellen Online-Marketing-Experten, genutzt. Wichtig ist, dass man es seriös betreibt und dass die User (wie immer) im Vordergrund stehen.

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