Du möchtest erfolgreich bloggen? Vielleicht hast du schon einige Erfahrungen damit gesammelt, vielleicht bloggst du schon recht lange, um festzustellen, dass es nicht immer so läuft, wie du es dir erwartet hast.

Es kann sein, dass du an Illusionen festhältst, die das Bloggen betreffen. Sie waren vielleicht Mal sogar wahr, halten sich aber hartnäckig weiter, obwohl sie nicht mehr zutreffen.

Wenn du erfolgreich bloggen, mehr Leser gewinnen und mit deinem Blog Geld verdienen willst, musst du so einiges hinterfragen. Was genau, erfährst du in diesem Blog-Beitrag.

1. Es reicht zu bloggen, die Leser kommen von selbst

Es war einmal so und es kommt nie wieder. Heutzutage braucht es viel viel mehr, um bekannt zu werden und Erfolg zu haben. Zu jedem erdenklichen Thema gibt es Internet-Blogs in Hülle und Fülle. Wenn du deinen Blog nicht aktiv bewirbst, versinkt er in dem ganzen Angebots-Chaos.

Du musst präsent genug sein, um bemerkt zu werden. Biete deinen Lesern Mehrwert und sei ruhig etwas lästig, um nicht übersehen zu werden. Bist du von deinem Angebot überzeugt und davon, dass die Anderen davon profitieren werden, überträgt sich das auf deine Leser.

2. Sich nur für eine Nische zu entscheiden bringt weniger Interessenten

Eine Nische ist genau die richtige Entscheidung für deinen Blog. Außer, dass du wie viele Influencer einen Blog um dein Leben herum aufbauen willst. Dann musst du aber für deine Leser ständig präsent sein und deine Privatsphäre ist dadurch sehr eingeschränkt. Wenn du dich aber entscheidest, einen Blog um ein spezifisches Thema herum aufzubauen (eine Nische), sieht die Situation anders aus.

  • Zu dir kommen Menschen, die das gemeinsame Interesse verbindet.
  • Sie kommen immer wieder, eben deswegen, weil sie sich für das jeweilige Thema interessieren.
  • Durch das Anbieten von selbst erstellten Produkten oder Affiliate-Produkten zum Thema kannst du deinen Blog leichter monetarisieren.
  • Du etablierst dich nach und nach zum Experten auf deinem Gebiet.

3. Es lohnt sich nicht sich mit Social Media auseinander zu setzen

Falsch! Es ist heutzutage ein muss! Es knöpft an die Illusion Nr. 1. Du sollst präsent sein, so viel wie möglich. Social Media ist eine sehr gute Möglichkeit, um es umzusetzen. Online-Marketing ohne die Social-Media Kanäle ist eher undenkbar. Du musst dich dort nicht unbedingt pausenlos aufhalten, aber Social Media unbedingt in deine Marketing-Strategie einbinden.

Facebook, Instagram, Pinterest etc. sind eine tolle Möglichkeit Leser zu erreichen, eine Community rund um dein Thema aufzubauen und sich gegenseitig zu unterstützen. Es gibt viele Tools, die dir dabei helfen können, es effizient zu gestallten.

4. SEO ist kompliziert

Das Ziel von Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist es mit deinen Blogartikeln möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu erscheinen. Und obwohl SEO nur etwas für die Profis zu sein scheint, reicht es für deine Bedürfnisse als Blogger die Grundlagen davon zu beherrschen.

Eines darfst du aber nicht vergessen: Artikel schreibt man für die Leser und nicht für die Suchmaschinen! Hochwertige Blogbeiträge, die den Interessenten Mehrwert bieten, werden von Suchmaschinen sowieso entsprechend anerkannt.

Außerdem sind die Suchergebnisse nicht die einzige Traffic-Quelle, die Leute kommen zu dir auch durch Social Media oder deinen Newsletter. Es ist ratsam viele verschiedene Traffic-Quellen aufzubauen und sich nicht nur auf Google zu verlassen. Google kann nämlich eines Tages den Algorithmus ändern und damit deinen Traffic zum Stillstand bringen.

5. Bloggen ist gratis

Diese Behauptung kann sogar stimmen, falls du über deinen Blog ein paar nette Urlaubserinnerungen mit deinen Freunden austauschen willst. Hast du aber vor mit Hilfe deines Blogs ein Geschäft aufzubauen, vergiss die gratis Angebote für immer!

Du wirst vor allem eine Domain und einen Webspace brauchen. Dein Blog soll eine ganz normale URL wie www.meinblog.com haben und nicht, wie bei den Gratis-Blogs meinblog.wordpress.com oder meinblog.blogspot.co.at heißen. Es schaut nicht nur viel professioneller aus, sondern bringt auch einige andere Vorteile mit sich. Einen eigenen Webspace (einen Speicherplatz im Internet) kaufst du bei Anbieter wie All-Inkl oder 1&1 (mehr dazu in meinem Blogbeitrag: „Welcher Webhoster ist für mich der Richtige?“).

Dort kannst du deinen Blog installieren. Es ist zwar schwieriger als bei den Gratis-Blogs, zahlt sich aber aus: du hast volle Kontrolle über deine Inhalte, musst keine unerwünschte Werbung dulden, hast viel mehr technische Möglichkeiten und mehr Sicherheit.

Als nächstes solltest du an deinen Newsletter denken. Wenn du Inhalte regelmässig an deine Leser schicken willst, kommst du um einen Newsletter-Dienst nicht herum. Auch für die Verbreitung auf Social Media wirst du Tools benötigen, um Zeit zu sparen und es reibungslos zu erledigen. Es gibt viele weitere Tools und Plugins, die dir das Leben erleichtern können, aber nicht immer kostenlos sind.

6. Mann muss ständig neue Inhalte erstellen

Regelmäßig neue Artikel zu schreiben kann auf Dauer sehr anstrengend sein. Was kannst du aber sonst machen, um auf deinem Blog neuen Content zu kreieren? Es gibt einige Möglichkeiten, die du nutzen kannst. Hier sind zwei davon:

1. Content Recycling

Content Recycling ist die Wiederverwendung von alten Inhalten. Du kannst zum Beispiel deine vorhandene Blogbeiträge auf eine andere Art und Weise aufbereiten. Hier einige Beispiele:

  • ein Webinar aus den Themen deiner Blogartikel machen
  • ein Video für deinen YouTube Kanal drehen
  • einen Podcast daraus machen
  • mit deinen Followern über die Inhalte auf Facebook diskutieren
  • Zitate daraus erstellen und in Form von Bildern auf Instagram oder Facebook nutzen
  • etc…

Was sich wie eine Schwindelei anfühlt, kann für deine User durchaus sinnvoll sein. Die Menschen unterscheiden sich in der Art, wie sie Medien konsumieren. Manche lesen nur Texte, andere schauen sich nur Videos an. Durch diese Maßnahmen haben alle die Chance deine Inhalte kennenzulernen.

2. Content-Curation

Content-Curation ist eine spezielle Art des Content-Marketings und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es geht um das Selektieren, Präsentieren und Kommentieren der im Netz verfügbaren Inhalte. Mehr darüber erfährst du in meinem Blogbeitrag: „Content-Curation – Erfolgreich mit fremdem Content“.

7. Auf einem Blog verdient man Geld

Vor allem mit Werbung oder Sponsored Posts. Wenn du Geld mit deinem Blog verdienen willst, stehen dir verschiedene Möglichkeiten offen. Sponsored Posts (du wirst bezahlt für das Vorstellen von fremden Produkten) und auf deiner Webseite geschaltete Werbung sind nur zwei davon. Es sind nicht die einzigen Möglichkeiten und auch nicht die besten. Dadurch bist du von fremden Produkten abhängig. Deine Kooperationspartner profitieren von deiner persönlichen Beziehung zu deinen Lesern und von deiner Reichweite. Es gibt viel bessere Möglichkeiten, vor allem dann, wenn du schon länger dabei bist. Du kannst deine eigene Produkte entwickeln und dich dadurch zum Experten etablieren. So bist du von niemandem abhängig.

8. Das Internet ist ein rechtsfreier Raum

Falls du es noch immer glaubst, dass im Internet alles erlaubt ist und niemand dich zur Rechenschaft ziehen kann, dann überlege es dir noch einmal. Ich rate dir dringend dich mit Themen wie Datenschutz, Impressum, Bildverwendung etc. zu befassen. Weitere Informationen findest du in meinen weiteren Blogartikel: Ist meine WordPress-Seite DSGVO-konform? und WordPress-Webseite rechtssicher (DSGVO) machen – so geht’s.

9. Mein Blog muss fehlerfrei sein

Schön wärs, doch weil Lernen ohne Fehler nicht möglich ist, kommst du so nicht weiter. Also entweder startest du mit dem Bloggen und nimmst Fehler in Kauf oder du bleibst wo du bist. Außerdem: Online kannst du auch im Nachhinein alles mögliche korrigieren.

10. Man muss jeden Tag bloggen

Viel Bloggen kann zwar viele Besucher bedeuten, jedoch gibt es hier drei „aber“:

  • Es kann schwierig sein es über einen langen Zeitraum durchzuziehen.
  • Die Qualität deiner Arbeit kann zugunsten der Quantität leiden.
  • Es bleibt keine Zeit für andere wichtige Aufgaben, wie Marketing.

Selbst wenn die ersten zwei Punkte nicht auf dich zutreffen, ohne deinen Blog zu bewerben erreichst du nicht die erwünschten Ergebnisse. Deine Inhalte mögen brillant geschrieben und ultra interessant sein, nur bekommt sie leider niemand vor die Augen. Vielleicht ist das „Slow Blogging“ eher etwas für dich. Das bedeutet: nicht so häufig, dafür aber qualitativ hochwertige und umfangreiche Inhalte zu erstellen. Die gesparte Zeit kannst du dann für Marketing und Recherchen nutzen.

11. Bin ich nach kurzer Zeit nicht erfolgreich kann ich das Bloggen sein lassen

Dein Blog braucht Zeit! Der Aufbau eines erfolgreichen Blogs oder Online Businesses dauert! Setze dich also nicht unter Druck. Gib dein Bestes, nutze Google Analytics oder ähnliche Tools um eigene Fortschritte zu überprüfen, höre deinen Usern zu: was brauchen sie, was vermissen sie auf deiner Webseite, was hätten sie gerne anders?

12. Die Blogartikel sind gut und brauchen keine visuelle Unterstützung

Eines muss dir bewusst werden: ein Artikel im Internet und ein Artikel in der Zeitung sind zwei verschiedene Paar Schuhe und müssen anders geschrieben werden. Warum? Weil das Leseverhalten im Internet anders ist. Die User überfliegen eher die Beiträge, deswegen muss ihre Form so konzipiert sein, dass sie immer wieder an eingebauten Elementen, wie Zwischenüberschriften oder Bilder, hängen bleiben. Niemand wird online einen Block-Text lesen. Du tust dir keinen Gefallen, wenn du das nicht berücksichtigst.

Bloggen, aber richtig…

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Punkte, die man beim Bloggen beachten sollte. Es ist nicht immer so einfach, wie man es sich vorstellt, aber es zahlt sich auf alle Fälle aus! Fange heute noch mit dem Bloggen an und verbessere deinen Schreib-Fluss mit jedem Blogbeitrag. Am Anfang ist es etwas schwerer, wenn du jedoch Mal reinfindest, wird es immer einfacher und schneller. Ich wünsche dir viel Erfolg! 

PS: Ich würde mich freuen, deinen Blog zu besuchen. Hinterlasse in den Kommentaren einfach den Link zu deinem Blog und wir sehen uns dann auf deiner Webseite 😉 

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