Die schönste Landingpage bringt nichts, wenn keine Conversion-Optimierung durchgeführt wird! Landingpage-Formulare sind das Herzstück einer Landingpage und der letzte Schritt, der einen Besucher in einen Interessenten verwandelt.

Es gibt nur eine Frage, die du dir in Hinsicht auf das Landingpage-Formular stellen solltest: Führt mein Formular zu Conversions oder nicht? Trifft die zweite Option zu, besteht auf deiner Seite Handlungsbedarf.

Woran kann es aber liegen, dass dein Landingpage-Formular nicht funktioniert? Hier bekommst du ein paar Tipps, bzw. Ideen, wie du dein Formular optimal gestallten kannst.

Tipps für eine Conversion-Optimierung von Formularen

Wie du vielleicht schon weißt, besteht ein Landingpage-Formular vor allem aus Feldern, die der User ausfüllen soll, um eine bestimmte Aktion durchzuführen. Es sollen nicht zu viele sein, aber auch nicht zu wenige. Wenn es zu viele sind wenden sich die Interessenten möglicherweise ab, sind es zu wenige fehlt es dir an Informationen. Mehr dazu kannst du in meinem Blogbeitrag: „Wie lange soll das Formular zur Lead-Erfassung sein?“ nachlesen.

Wie findest du aber das perfekte Gleichgewicht?

1. Frage nicht nur nach der E-Mail-Adresse

Man hört immer wieder, dass man idealerweise nur die E-Mail-Adresse abfragen sollte. Es hat sich aber herausgestellt, dass das nicht immer die beste Option ist. Oft verbessert das Hinzufügen weiterer Formularfelder die Conversion. Diese Studie zum Beispiel zeigt, dass ein Formular, das nur nach einer E-Mail-Adresse fragt, um 13,56% schlechter abschneidet als ein Formular mit einigen zusätzlichen Feldern. Die mögliche Erklärung dazu: das Nachfragen nach nur einer E-Mail-Adresse sieht wie SPAM aus.

2. Frage nur nach Daten, die relevant sind

Es ist auch sehr wichtig, was das Ziel der Seite ist und ob die gestellten Fragen diesem Ziel entsprechen. Wenn nicht, verlierst du das Vertrauen deiner Interessenten, weil sie misstrauisch werden, wenn nach irrelevanten Daten gefragt wird.

Wonach sollst du aber idealerweise fragen?

Es ist leider sehr individuell von deinen Umsatz- und Leadgenerierungszielen abhängig. Du musst abwägen, wie viele Informationen du unbedingt von deinen Leads benötigst.

Verwende dafür die Informationen, die du bereits hast, um die Felder auszuwählen, die deinem Unternehmen und den Bedürfnissen deiner potenziellen Kunden entsprechen. Du brauchst qualifizierte Leads, d.h. Leute, die sich über dein Formular eintragen, weil sie Interesse für deine Dienstleistungen haben, und nicht nur deswegen, weil sie ein Freebie bekommen. Sonst hast du volle E-Mail-Listen, die dir nichts bringen.

3. Nutze intelligente Formulare, wenn viele Daten benötigt werden

Je mehr Arbeit deine Interessenten mit dem Ausfüllen des Formulars haben, umso höher ist die Absprungrate. Dem kann man aber gegen steuern, indem man intelligente Formulare benutzt, damit potenzielle Kunden ihren Namen, ihre Adresse und ihre E-Mail-Adresse automatisch ausfüllen können.

Um qualifizierte Leads zu generieren, verwende Optionsfelder, Dropdown-Listen und Multiple-Choice-Felder für Fragen wie „Was ist Ihr größtes Problem bei …?“. Die qualifizierten Leads sind dann leichter zu erkennen, weil sie andere Antwortmöglichkeiten wählen. Auf diese Weise verschwendest du keine Zeit mit Menschen, die für deine Dienstleistung nicht geeignet sind.

Es ist auch wichtig, in welcher Reihenfolge die Felder im Formular platziert sind. Also: testen (A/B Splittest). Dies kann die Werte bei der Conversion-Optimierung drastisch beeinflussen!

4. Frage nach der geschäftlichen E-Mail

Es ist empfehlenswert nicht nur nach einer E-Mail-Adresse zu fragen, sondern nach einer geschäftlichen E-Mail-Adresse, weil dann deine E-mails mit größerer Wahrscheinlichkeit wahrgenommen werden.

5. Verwende mehrstufige Formulare

Auch ein zweistufiges Formular hat sich in der Praxis als nützlich erwiesen. Im ersten Schritt verwendet man ein Formular, um Vertrauen bei dem Interessenten aufzubauen. Er wird zum Beispiel dazu aufgefordert sein Anliegen zu beschreiben, wofür er sofort ein Angebot mit einem Gutschein erhält. Dafür muss er keine persönliche Daten preisgeben, was Vertrauen weckt. Danach ist der Interessent eher bereit seine Kontaktinformationen anzugeben, wozu man ihn in einem weiteren Schritt auffordert.

Landingpage-Formulare können so sogar in mehrere Schritte aufgeteilt werden, vorausgesetzt, dass man dem Interessenten einen Grund gibt, jeden Abschnitt auszufüllen. Der erste Schritt kann zum Beispiel eine kostenlose Testversion versprechen. Dafür muss man nur auf einen entsprechenden Button klicken. Danach wird eine Option ausgewählt, die dem Vorhaben des Kunden entspricht. Im dritten Schritt geht es um die Konkretisierung des Projektes. Bis daher hat der Interessent nur Hilfe bekommen, ohne eine Gegenleistung im Form von seinen Kontaktdaten bringen zu müssen. Erst danach werden die Daten abgefragt. Die Conversion steigt bei diesem Verfahren, weil das Vertrauen vorher aufgebaut wird.

6. Frage zuerst nur nach wichtigen Informationen

Eine weitere gute Idee ist es, den Interessenten nach seinen Kontaktdaten zu fragen, um ihn ein unverbindliches Angebot schicken zu können. Dabei fragt man zuerst nach sehr wenig Informationen und im Teil 2 des Formulars nach den restlichen Angaben.

Du kannst zum Beispiel deine potenziellen Kunden bitten eine Postleitzahl anzugeben, um festzustellen, ob du in seiner Region tätig bist. Im zweiten Schritt fragst du zum Beispiel danach, welche Art von Produkten oder Leistung ihn interessierten. Danach bietest du ihm an ihm ein unverbindliches Angebot zuzuschicken, wenn er dir seine Kontaktdaten hinterlässt. In dem Fall darfst du ihn nicht enttäuschen und schnell dein Versprechen einlösen.

7. Nutze einen Fortschrittsbalken für längere Formulare

Da Menschen heutzutage sehr ungeduldig sind, ist es sinnvoll in dein Formular einen Fortschrittsbalken einzubinden. So weiß der Interessent, wie weit er noch bis zum Ende des Formulars hat. Weiterer Vorteil: Die Menschen fühlen sich dazu gezwungen, etwas zu beenden, wenn sie wissen, dass sie fast fertig sind. Das kann die Conversion um bis zu 40% steigern.

8. Tipp

Lass den Interessenten mehrmals die gleichen Daten eingeben. Es ist sehr ärgerlich, wenn man bei jeder Änderung der Suchanfrage die Daten oder die Beschreibung des Problems erneut in ein Formular eintragen muss.

9. Qualifiziere deine Leads mit den richtigen Fragen

Ein gutes mehrstufiges Landingpage-Formular bringt nicht nur Conversions mit sich, es hilft auch, Leads zu qualifizieren. Wenn du in der Anfangsphase deines Formulars die richtigen Fragen stellst, kannst du herausfinden, welche Interessenten am wahrscheinlichsten zu deinen Kunden werden.

10. Call to Action auch im Formular

Jede Landingpage muss einen Call to Action haben, jedes Landingpage-Formular aber auch und das ist nicht unbedingt das Gleiche.

Das Landingpage-Formular sollte sich erst dann zeigen, nachdem ein Benutzer auf die Aktionsschaltfläche geklickt hat. Es geht natürlich auch anders, indem man das Formular direkt auf der Landingpage platziert. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass bei der ersten Option die Conversion besser war. Zuerst also Call to Action Button (CTA) und dann das Formular.

Steht das Formular direkt auf der Landingpage, sollte es gut sichtbar sein und die CTA Schaltflache soll sein wichtigster Teil sein.

Und selbst wenn der Interessent bereits auf die CTA-Schaltfläche geklickt hat, um das Formular zu erhalten, muss er einen weiteren Grund bekommen, um es auszufüllen. Außerdem sollte das Formular visuell mit dem übereinstimmen, was er bereits gesehen hat. Das CTA des Formulars soll genau so gut sein wie das CTA auf der Landingpage.

Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass der Interessent sich einträgt, nur weil er auf das CTA auf der Landingpage geklickt hat. Daher muss das CTA in dem Formular genauso überzeugend sein.

Wie du das einstellst erfährst du in meinem Blogbeitrag: „Erfolgreiche Landingpage mit WordPress erstellen“.

11. Tipp

Achte darauf, dass der Besucher von deinem Landingpage Formular oder von der CTA-Schaltfläche nicht wegscrollen kann. Aus den Augen aus dem Sinn… Und was, wenn deine Landingpage lang genug zum Scrollen ist? Dann musst du das Formular oder die Schaltfläche duplizieren und am unteren Rand der Seite noch einmal anbringen. Du solltest auch visuelle Hilfen in Form von z.B. Pfeilen nutzen, die auf das Formular zeigen.

12. Formuliere deine Call To Action Buttons

Überlege, wie der CTA deines Landingpage-Formulars formuliert wird. „Absenden“ oder „Holen Sie sich Ihr E-Book“ reicht nicht aus. Du solltest idealerweise genau beschreiben, wie deine Benutzer vom Ausfüllen des Formulars profitieren werden. Was sie mit dem Geschenk zum Beispiel machen können, um ihre Ziele zu erreichen. Was sie tun können, nachdem sie auf die Vorteile zugegriffen haben, etc. Das gibt deiner Conversion-Optimierung einen Boost.

Generell sollte jede Schaltfläche angepasst werden. „Senden“ war gestern! Der Button sollte so optimiert werden, dass dem Interessenten sofort klar wird, was er davon hat, wenn er das Formular ausfüllt.

13. Vermeide Wörter wie „gratis“ oder „kostenlos“

Die Verwendung von Wörtern wie „gratis“ oder „kostenlos“ in deinem Formular kann überraschenderweise die Conversion negativ beeinflussen. Vielleicht deswegen, weil die Menschen heutzutage wissen, dass nichts wirklich gratis ist.

14. Social-Share-Buttons an der richtigen Stelle

Landingpage Formulare sind eine großartige Möglichkeit, Menschen dazu zu bringen, ihre Erfahrungen mit deinem Unternehmen mit ihren sozialen Netzwerken zu teilen. Deine Social Share-Schaltflächen auf der Landingpage zu platzieren wäre jedoch falsch. Sie sollen auf deiner Landingpage-Bestätigungsseite stehen. Warum?

Wenn du deine Social-Share-Buttons auf deiner Landingpage platzierst, erwartest du, dass die Leute etwas teilen, worüber sie selbst noch nicht überzeugt sind. Außerdem sollten sie sich auf deine Handlungsaufforderung konzentrieren und nicht auf etwas anderes.

Vollkommen was anderes ist es, wenn du die Social-Share-Buttons hinzufügen, nachdem ein Benutzer das Formular ausgefüllt und die Vergünstigung/das Geschenk erhalten hat.

Fazit zur Conversion-Optimierung

Jetzt hast du ein paar Ideen erhalten, wie du das Formular auf deiner Landingpage verbessern kannst. Das wichtigste ist jedoch eines: Testen, testen, testen, denn jede Landingpage ist individuell und hat seine eigenen Eigenheiten. Nur mit dem Testen von verschiedenen CTA, Buttons, Farben, Texten, etc. wirst du eine erfolgreiche Conversion-Optimierung durchführen können. Auch ganz kleine Veränderungen können sehr große Wirkung haben.

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