WordPress ist das weltweit beliebteste Content-Management-System zur Verwaltung dynamischer Webinhalte. Es war ursprünglich als Blog-Software gedacht, eignet sich heute mit Hilfe einer Vielzahl kostenloser Plugins nicht nur für Blogs, sondern auch professionelle Online-Präsenzen. Darüber hinaus ermöglichen zahlreiche Themes die Anpassung von WordPress an verschiedene Anwendungsfelder. Doch wie findest du das passende Theme für dein Projekt? In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du das beste Theme für deine WordPress-Seite findest und was du dabei beachten solltest.

Beachte: Die Wahl des Themes in Bezug auf seine Funktionalität sollte auf die Zielgruppe und den Zweck des Webprojekts abgestimmt werden. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

1. Mobile-first

Ein zeitgemäßes WordPress-Theme sollte nicht nur am Desktop-Bildschirm, sondern auch auf Mobilgeräten einwandfrei funktionieren. Die mobiloptimierte Webseiten schneiden besser bei Google ab als Webseiten ohne responsive Webdesign oder mobile Version.

2. Ladezeit

Ein immer wichtiger werdender Faktor einer Website ist die Performance, also die Ladezeit. Durch die steigende Verwendung von Smartphones und mobilem Datenvolumen ist die Ladezeit (und die Datengröße der Website) inzwischen ein sehr wichtiger Faktor für Nutzer und Suchmaschinen. Je mehr Funktionalität, desto längere Ladezeit. Man sollte also soviel Funktionalität wie nötig und so wenig wie möglich wählen, um die Ladezeit so kurz wie möglich zu halten. Hier wird mit sehr umfangreichen Themes schwer, weil sie viele Funktionen bieten, die oft überhaupt nicht benutzt werden, verlängern aber unnötig die Ladezeit. Am besten wäre ein WordPress Theme, das genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Anderseits kann es passieren, dass du später weitere Funktionen oder Layouts brauchst, die bei deinem Theme nicht vorhanden sind.

3. SEO

Ist das WordPress-Theme für die Suchmaschine optimiert? Auch wenn es ein Theme als „suchmaschinenoptimiert“ beworben wird, bedeutet es noch nicht viel. Wirklich wichtig sind der Inhalt und die Struktur der Überschriften. Der Quellcode des Themes spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle.

4. Anpassbarkeit

Inzwischen lassen sich alle möglichen Elemente des Themes durch eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten für Design, Layout und Struktur anpassen. Außerdem was den Anfänger toll erscheint, bringt Nachteile für die Profis, da durch die Visual Layout Builder in den Themes kaum noch klare CSS-Strukturen vorhanden sind. Anderseits ist es diesen Visual Buildern auch für WordPress Neulinge ohne Programmierkenntnisse möglich, das Theme mit wenigen Mausklicks anzupassen. Vorausgesetzt, dass das gewählte Theme nicht mehrere Hundert Optionen anbietet.

5. Übersetzung

Ist das Theme ins Deutsch übersetzt worden? Unterstützt das WordPress-Theme alle Sprachen, in denen man Inhalte anbieten möchte? Wenn du zwei- oder mehrsprachigen Content anbieten möchtest ist es wichtig, dass dein ausgewähltes Theme Übersetzungsplugins wie WPML oder qTranslate unterstützt.

6. Plugins-Kompatibilität

WordPress-Plugins eröffnen diverse Gestaltungsmöglichkeiten und Zusatzfunktionen, die sich mit der Kernsoftware allein nicht umsetzen lassen. Es ist wichtig, dass dein ausgewähltes Theme die Plugins, die du benötigst, unterstützt.

7. Updates/Support

Je beliebter ein Theme ist, desto mehr Unterstützung in Form von Updates, neuen Funktionen und Support du bekommst, da die Entwickler ein Interesse daran haben, das Theme weiter zu entwickeln. Es muss stets auf den neusten Stand gebracht werden und bei Problem, die du als Anfänger garantiert haben wirst, musst du schnell auf kompetente Hilfe zurückgreifen können. Wenn sich also ein Theme kaum verkauft, wird wahrscheinlich bald auch keine Updates und kein Support mehr geben. Die Supportqualität kann zudem sehr unterschiedlich ausfällen.

8. Shortcodes/Content Elemente der Themes

Shortcode bezeichnet die vorgefertigten Elemente eines Themes. Als Beispiel könnte man hier Slider, Iconlisten aber auch Parallax-Effekte nennen. Je mehr Shortcodes (also unterschiedliche Content-Elemente) bereitgestellt werden, desto mehr Freiheit hast du bei Gestaltung deines WordPress Projektes. Auch im Hinblick auf die Zukunft bietet eine Vielzahl von Shortcodes maximale Flexibilität für zukünftige Erweiterungen deiner WordPress Website. Anderseits bist du dann immer auf das jeweilige Theme angewiesen. Es wird für dich kaum möglich dein Theme zu wechseln, da auch Funktionalitäten verloren gehen. Darüber hinaus verlangsamen die Shortcodes die Ladezeit deines Themes. Man kann jedoch ohne Programmiererkenntnisse nur das Design eines Themes bewerten, und nicht sein Code. Dabei hat die Codestruktur Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung. Die Codestruktur des WordPress Themes ist auch für Freelancer essenziell, die Anpassungen an deinem Thema vornehmen sollen.

Kostenlose VS. Premium Templates

Man unterscheidet zwischen kostenlosen WordPress-Themes (kostenfrei, aber ohne Gewährleistung) und kommerziellen Angeboten, sogenannten Premium-WordPress-Themes (die unterschiedliche Zusatzfunktionen und Support anbieten).

Auf WordPress.org findest du mehr als 5000 aktuelle WordPress-Themes, meistens abgespeckte Light-Versionen, die anscheinend das Ziel verfolgen, die Pro-Version ihres Themes zu verkaufen.

Dennoch gibt es auch ein paar gute kostenlose Templates. Eine Suche auf Google ergibt zahlreiche Suchergebnisse. Hier einige der Top-Empfehlungen:

  • WordPress.org - die populärsten gratis WordPress-Templates
  • AThemes - die 70 besten & mobil-optimierten WordPress Templates (Englisch)
  • CodeinWP - 50+ gratis WordPress Templates in 2018 (Englisch)
  • cololib - 50+ gratis und mobil-optimierte WordPress Templates in 2018 (Englisch)

Und obwohl sich viele Webseiten damit realisieren lassen, empfehlen wir dir für eine professionelle Nutzung ausnahmsweise kostenpflichtige Themes.

Beachte bei der Auswahl unsere oben genannten Kriterien und die nachfolgende Liste an Premium Templates. Wir hoffen, dass du damit das beste Theme für deine WordPress-Seite findest.

Die beliebtesten Premium Templates

  • BeTheme - gehört zu den meistverkauften Themes auf Themeforest.
  • The7 - ebenfalls Top-Seller auf Themeforest.
  • DIVI von Elegant Themes erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit.
  • Enfold - Mobil-optimiertes Theme auf Themeforest.
  • X-Theme - Allround WordPress Theme.
  • Avada - Responsive Multi-Purpose Theme.

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