Sicherlich hast du schon Mal von E-Mail-Marketing gehört. Davon, dass ein Unternehmen eine E-Mail-Liste aufbauen soll. Im Zeitalter der Social Media Kanäle halten viele Unternehmen nichts mehr davon. Gehörst du auch dazu? Dann würde ich dir raten noch einmal darüber nachzudenken. Mit diesem Blogbeitrag will ich dir dabei helfen.

Lass uns also gemeinsam schauen warum dein Business eine E-Mail-Liste braucht und warum Social Media alleine nicht ausreicht.

Was ist E-Mail-Marketing?

E-Mail-Marketing ist eine Teildisziplin des Direktmarketings und ermöglicht Unternehmen den direkten Kontakt mit Kunden oder Interessenten mit Hilfe von E-Mails. Unternehmen können so Umsätze generieren, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung steigern und gleichzeitig die unterschiedlichsteb Zielgruppen getrennt voneinander ansprechen. Das Ganze lässt sich kostengünstig mit Anbieter wie Mailchimp oder Cleverreach realisieren. Ob es ein wöchentlicher Newsletter oder eine komplexere Maßnahme sein soll, viele Szenarien und Ideen lassen sich dadurch verwirklichen.

Die E-Mail Liste wird dadurch aufgebaut, dass die Interessenten auf der Webseite ihre E-Mail Adresse hinterlassen, um beispielsweise regelmäßige Newsletter oder ein Freebie zu erhalten. So kann ein Unternehmen die bestehenden Kundenkontakte weiter ausbauen und auf lange Sicht für Kundenbindung sorgen.

Fragen, die man sich stellen sollte

  • Was ist das Ziel dieser Marketing-Maßnahme?
  • Welche Zielgruppe (verschiedene Zielgruppen?) soll angesprochen werden?
  • In welcher Phase befindet sich meine Zielperson: ist es ein neuer Interessent/Kunde? Für welche Produkte interessiert er sich?
  • Welche Inhalte, wann und wie oft sollen E-Mails verschickt werden?
  • Wie kann ich es automatisieren?
  • Welcher Anbieter erfüllt meine Anforderungen am besten?

Dabei sollte man noch zwischen E-Mailing und dem Newsletter unterscheiden. Beide gehören zu elektronischer Post. Bei dem ersten handelt es sich um den unregelmäßigen Versand von E-Mails, um Interessenten über eine aktuelle Aktion oder ein neues Produkt zu informieren.

Der Newsletter hingegen wird in regelmäßigen Abständen an die Interessenten versendet. Das Ziel des Newsletters ist den Kunden einen Überblick über die wichtigsten Geschehnisse, bevorstehende Events oder Aktionen zu geben.

Mittlerweile stehen Unternehmen eine große Auswahl an Tools zur Verfügung, mithilfe derer der Kundenkontakt gepflegt werden kann. Die Funktionen umfassen Kampagnenerstellungen, Analysen, Tracking und automatisierten Versand von E-Mails.

Vorteile von E-Mail-Marketing

1. Vertrauen aufbauen

Newsletter-Abonnenten möchten deine Inhalte sehen, schließlich haben sie sich freiwillig für deinen Newsletter angemeldet. Sie interessieren sich auch offensichtlich für deine Produkte und können deswegen leicht zu Kunden gemacht werden.

Wenn du mit der Frequenz nicht übertreibst und deinen Lesern gute Inhalte bietest, gewinnst du nach und nach ihr Vertrauen und sie werden dich als Experten wahrnehmen.

So kannst du eine gute Grundlage schaffen, um später deine Produkte zu verkaufen. Vertrauensaufbau ist sehr wichtig, um erfolgreich online Kunden zu gewinnen. Ein Social Media-Posting ist dagegen ziemlich unpersönlich.

Der E-Mail-Posteingang ist der persönlichste Ort, den du online erreichen kannst. Umso schöner, dass 71% der Kunden per E-Mail über Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten werden wollen (Studie von Newsletter2Go).

2. Personalisierte Kommunikation

Mit E-Mail-Marketing kannst du deine Zielgruppe zielgerichtet und personalisiert ansprechen. E-Mail als Werbemittel ermöglicht dir deine Nachrichten je nach Zielgruppe zu personalisieren, anzupassen, zu selektieren und zu differenzieren. So kannst du dein Angebot innerhalb einer E-Mail Kampagne den Bedürfnissen der Empfänger exakt anpassen.

Je mehr Informationen du von deiner Zielgruppe hast, umso besser werden die Maßnahmen funktionieren.

3. Unabhängigkeit

Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram & Co. können rasch an Popularität verlieren oder morgen schon komplett von der Oberfläche verschwinden. Dann sind deine Fans auch dahin und die jahrelange Aufbau-Arbeit war umsonst. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram sind letztlich externe Plattformen, die nicht dir gehören.

Es kann auch passieren, dass sich die Spielregeln ändern. Facebook hat zum Beispiel vor nicht allzu langer Zeit die kostenlose Reichweite von Unternehmensbeiträgen eingeschränkt.

Auch deine Fanpage kann einfach gesperrt werden. So verlierst du von heute auf morgen den Zugriff auf deine potentiellen Kunden, die du dir möglicherweise über Jahre aufgebaut hast.

Auch bei Instagram wurden Änderungen eingeführt. Jetzt werden nicht mehr die aktuellsten, sondern die beliebtesten Fotos ganz oben in deiner Timeline anzeigt.

Deine E-Mail Liste aber gehört dir. Niemand wird sie dir wegnehmen, niemand wird die Spielregeln ändern. Alles hängt von dir ab.

4. Direkter Verkauf funktioniert besser

Es ist nicht einfach in den sozialen Netzwerken Produkte oder Dienstleistungen direkt zu verkaufen. Warum? Weil die Menschen soziale Netzwerke nicht zum Einkaufen, sondern für soziale Interaktionen nutzen. Werbung wird hier eher als störend empfunden. Außerdem sieht in den sozialen Netzwerken nicht jeder deine Posts.

Schickst du hingegen eine gut geschriebene E-Mail an deine E-Mail-Liste, die gut gepflegt ist, wirst du viel wahrscheinlicher Verkäufe erzielen. Wenn du gute Vorarbeit geleistet hast, wendest du dich an Menschen, die dir vertrauen und an deinen Produkten interessiert sind.

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5. Effizienz

E-Mail-Marketing ist bei der Kundengewinnung 40 Mal effektiver als Facebook und Twitter zusammen und hat einen extrem hohen ROI (Return On Investment) – und zwar den höchsten ROI im Online Marketing.

Der ROI gibt wieder wie viel Umsatz für einen ausgegebenen Euro erzielt wird. Beim E-Mail Marketing sind es 38€ pro ausgegebenem Euro. Das bedeutet du setzt einen Euro ein und erhältst 38 Euro zurück. Klingt doch nach einem guten Deal, nicht wahr? 

6. E-Mails können viral werden

Überlege dir besondere Aktionen oder Angebote für deine Kunden und bringe sie dazu deine Nachricht zu teilen. Gewinnspiele oder verlockende Angebote werden gerne per E-Mail weitergeleitet. So erhöhst du deine Reichweite.

7. Fast alle Webseiten-Besucher kaufen nicht sofort

Das weißt du sicher aus eigener Erfahrung. Beim Surfen im Internet wirst du auf ein Produkt aufmerksam. Da du im Moment keine Zeit hast, siehst du dir das später genauer an. Es kommen tausende Dinge dazwischen und die Sache ist vergessen. Abonnierst du aber einen Newsletter wirst du ständig an bestimmte Inhalte erinnert.

So ist es auch mit deinen Mitmenschen. 99% aller Besucher deiner Webseite kaufen nicht beim ersten Besuch. Die Gründe dafür sind verschieden, viele sind noch nicht genug von deinem Angebot überzeugt oder haben gerade keine Zeit. Und hier setzt das E-Mail Marketing an. Du kannst mit regelmäßigen E-Mails Beziehung zu deinen E-Mail-Abonnenten aufbauen und das Produkt auch besser erklären.

8. Erfolge messen und Inhalte optimieren

E-Mail Kampagnen können mit entsprechenden Werkzeugen ausgewertet werden. Du kannst mit einfach durchzuführenden Tests messen, welche deiner Werbemittel den größten Erfolg erzielen und diese Erkenntnisse gleich in die nächste E-Mail Kampagne einbauen. Fast jeder E-Mail-Marketing-Anbieter bietet bereits ausführlich Analyse-Möglichkeiten an. Die Analysen betreffen verschiedene Aspekte. Die 2 wichtigsten sind:

  • die Öffnungsrate: sie gibt wieder, wie viele Kontakte deine E-Mail geöffnet haben. Sehr großen Einfluss auf das Ergebnis hat ein aussagekräftiger und packender Betreff. Deswegen solltest du verschiedene Betreffzeilen testen, um herauszufinden, was am besten funktioniert.
  • die Klickrate: sie gibt wieder wie viele E-Mail-Empfänger auf die Links in den E-Mails geklickt haben.

Darüber hinaus kannst du zum Beispiel testen, welche Inhalte bei deiner Zielgruppe am besten ankommen, welche Farbe eines Buttons bevorzugt geklickt wird, ob deine Interessenten Bilder, Videos oder Texte bevorzugen, uvm.

9. Kosteneffizienz

Durch die Verwendung eines hochwertigen Newsletter-Systems und Pflege einer Abonnentenliste ist E-Mail Marketing ein extrem kosteneffizientes Marketing Werkzeug.

Durch E-Mail als Werbemittel werden die Kosten pro Empfänger auf wenige Eurocent reduziert, und eine komplette Umsetzung ist in wenigen Stunden möglich. Im Allgemeinen ist der ROI (Return on Investment) bis zu 40-mal größer als bei herkömmlichen Direct-Mailings.

Für professionell durchgeführte E-Mail Kampagnen ist eine Response-Rate (Antwortrate) von 5 bis 15% nicht ungewöhnlich. Die Response Rate ist bis zu 50 Mal höher als jene von klassischer Banner-Werbung und 5 Mal höher als konventionelle Direktwerbung.

80% aller Reaktionen auf eine E-Mail Kampagne werden in den ersten drei Tagen erzielt. Konventionelle Direktwerbung benötigt dazu mehrere Wochen.

Um bei Facebook seine Zielgruppe zu erreichen, muss man inzwischen, aufgrund der geringen organischen Reichweite, Geld dafür bezahlen.

Die Kosten der E-Mail Softwareanbieter sind unterschiedlich. MailChimp z.B. ist bis zu einem Listenumfang von 2.000 Abonnenten gratis. Mit der wachsenden Liste zahlt man aber gerne ein paar Euro monatlich, weil damit auch das eigene Einkommen wächst.

10. Automatisierung

Bei vielen Softwareanbietern kannst du eine Newsletter Strategie festlegen und sie automatisch ablaufen lassen. Das nennt sich Follow-Up Marketing.

Im Gegensatz zu einem Newsletter, der geschrieben und dann an den Verteiler ausgesendet wird, schreibt man beim Follow Up-Marketing eine Reihe von E-Mails im Voraus. Man legt Zeitabstände fest, in denen die E-Mails verschickt werden sollen. Dann bekommen alle neue Abonnenten deine vorgefertigte E-Mail-Reihe ohne, dass du dafür etwas machen musst.

Das System arbeitet für dich und du kannst dich anderen Aufgaben widmen.

11. Einfache Technik

Es gibt viele E-Mail Softwareanbieter. Für welchen du dich entscheiden sollst, hängt von deiner Zielsetzung und deinen Bedürfnissen ab. Aber selbst, wenn du eine falsche Entscheidung treffen solltest, kannst du deine bereits aufgebaute Liste zu einem anderen Anbieter mitnehmen.

Du wirst dich natürlich mit der entsprechenden Software auseinander setzen müssen. Sie sind aber relativ selbsterklärend und intuitiv aufgebaut. Darüber hinaus bieten sie Support und wenn das nicht hilft, findest du zahlreiche Tutorials auf Youtube. Einarbeiten muss man sich überall, doch das geht ziemlich schnell!

12. Hohe Akzeptanz

Fast jeder Internetnutzer hat auch eine eigene E-Mail Adresse, die er auch regelmäßig abruft. Für viele von ihnen ist die E-Mail sogar der Kommunikationskanal Nummer 1! Nutze das für dich und dein Unternehmen.

Mein Fazit zu E-Mail-Marketing

Ich denke, es sind mehr als genug gute Gründe, um gleich mit dem Aufbau der eigenen E-Mail Liste zu beginnen. Du solltest natürlich auch andere Traffic Quellen nutzen und alles miteinander verknüpfen.

Auch im Zeitalter der sozialen Medien ist E-Mail Marketing immer noch einer der besten Wege seine Zielgruppe zu erreichen. Dabei können Unternehmen von einer hohen Kosteneffizienz sowie einer detaillierten und genauen Erfolgskontrolle profitieren. 

Anfangs muss du etwas Zeit und Arbeit investieren, das bleibt dir nicht erspart. Es lohnt sich aber.

Wenn du es richtig anstellst, kannst du Personen ohne Kaufinteresse in Interessenten, Interessenten zu Kunden und Einmalkäufer zu regelmäßigen Käufern machen.

E-Mail Marketing ist, wenn es richtig gemacht wird, ein sehr effektives Marketinginstrument. Selbst im Vergleich zu Social Media, Messenger & Co., ist E-Mail Marketing noch immer einer der besten Wege, um eine persönliche Beziehung zur Zielgruppe aufzubauen.

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