Der Bereich Werbung und Marketing ist unüberschaubar groß. Nicht ohne Grund haben große Firmen eigene Abteilungen mit unzähligen Mitarbeitern, die sich den ganzen Tag nur damit beschäftigen, wie sie Menschen zu Interessenten und Interessenten zu Kunden machen.

Werbung und Marketing füllen ganze Bücher…

…und werden jetzt auch als Studienrichtung angeboten. So groß und komplex ist das ganze Thema und genau darum geht es in diesem Artikel. In der Bewerbung und Vermarktung von Produkten kann man unzählige Fehler machen. Ich zeige dir sieben Fehler auf, die du eventuell machst und dringend vermeiden solltest:

1. Kopieren der Konkurrenz

Die meisten Menschen bewegen sich auf dem goldenen Mittelweg und wundern sich, wenn er verstopft ist.

Hellmut Walters (1930-85), dt. Schriftsteller

Der Schriftsteller bringt es genau auf den Punkt. Wenn du dir die Konkurrenz ansiehst und das Design, die Werbung und das Marketing an deren Marketing-Präsenz anpasst, wirst du aus zwei Gründen kaum etwas erreichen:

  • 1. Große Unternehmen haben ein ganz anderes Werbebudget als du. Deren Fokus liegt oft in der Bewerbung ihrer Marke, nicht mehr ihrer Produkte.
  • 2. Dieses Design, das Marketing und die Werbung gibt es schon. Es ist nichts neues. Das interessiert die Leute nicht.

Warum soll jemand von dir kaufen, wenn du ein großes Unternehmen kopierst? Wenn du wirklich etwas erreichen willst, musst du unverwechselbar sein. Einzigartig und voller neuer Ideen. Die können auch gerne unkonventionell sein, denn genau das macht das Leben doch spannend!

2. Nicht durchgängige Corporate Identity

Die Corporate Identity (kurz: CI) ist das Erscheinungsbild eines Unternehmens. Große Firmen haben dutzende Seiten, wo genau beschrieben wird, welche Farben, Schriftarten, Bilder, Werbesprüche, usw. benutzt werden dürfen. 

Da ich davon ausgehe, dass du (noch) kein Multi-Millionen Unternehmen betreibst und keine hundert Mitarbeiter hast, sind die dutzenden Seiten vollkommen überflüssig, ABER: Du brauchst eine durchgängige Linie in allen deinen Auftritten – sowohl online, als auch offline!

Nutze die selben Farben im Logo, in deinen Flyern, auf deinen Plakaten, in deinen Magazinen, auf den Firmenautos, auf deiner Webseite, auf den Social Media Kanälen, usw. Ich glaube du verstehst, worauf ich hinaus will. Der Betrachter sollte beim Anblick sofort wissen, wer du bist und ein Bild zu dir haben und das gelingt dir nur, wenn du plattformübergreifend einer durchgängigen Linie folgst.

Wenn du dir meine Webseite ansiehst wirst du die gleichen Farben finden, wie auf meinem Youtube-Kanal oder meinem Pinterest Account. Die Farben sind in dieser Konstellation einzigartig und fallen auf. Mit der Zeit merken sich die Leute diese Farben und werden das in Zukunft mit Videokurse TV assoziieren.

Und genau das solltest du auch machen! Lege dir eine eigene Corporate Identity zu und lege dir Farben und Schriftarten fest, die sich durch Werbung und Marketing durchziehen.

3. Kein Werbekonzept

Überlege dir ein Werbekonzept! Nicht nur eine Werbemaßnahme. Viele kleinere und mittlere Unternehmen beschäftigen sich mit ein oder zwei Werbeanzeigen, aber denken nicht weiter.

Mit einem Werbekonzept denkst du schon viel weiter, denn dieses Konzept sollte sich durch deine komplette Werbestrategie ziehen – wie deine Corporate Identity. Denke dir eine Geschichte aus. Story-Telling ist das um und auf, wenn du Interessenten erreichen willst. Überlege dir einen Spruch oder Slogan, der sich durch alle deine Werbemaßnahmen zieht und erzähle verschiedene Geschichten, die immer wieder deinen Slogan unterstreichen.

Meister in diesem Bereich sind ganz klar:

  • Red Bull („Red Bull verleiht Flügel.“) mit ihren Cartoons. Hier wird jedes Mal eine andere Geschichte erzählt, die das Produkt und den Slogan in den Mittelpunkt stellt.
  • Snickers („Snickers! Und der Hunger ist gegessen.“) mit den lustigen Videos, wo eine hungrige Person eine Bestie, oder eine Diva ist, die sich nach einem Snickers wieder zurückverwandelt.
  • M&M’s („M&M’s – jeder will sie haben.“ mit den beiden Riesen-M&M’s. Immer wieder eine lustige Geschichte auf Lager.

Und unzählige mehr. Es gibt Unternehmen, die das wirklich perfektioniert haben und einen Werbespruch über Jahre hinweg nutzen und Geschichten rund um diese Werbesprüche spinnen.

Das bleibt jedoch im Gedächtnis und das nächste Mal, wenn du einkaufen gehst, wirst du viel wahrscheinlicher ein Red Bull in den Einkaufswagen legen, als irgendein einen anderen Energy-Drink.

4. Nicht auffallen

Diese Welt ist voll mit Werbung. Täglich sehen wir tausende Werbeanzeigen – manche bewusst, viele unbewusst. Was musst du also machen, damit jemand sich kurz Zeit nimmt und sich genau deine Werbung ansieht? Auffallen!

Es bringt nichts, wenn du das beste Produkt am Markt zum günstigsten Preis anbietest, wenn niemand davon weiß! Falle auf, zeige den Leuten was du bieten kannst und zeige es ihnen oft. So lange, bis sie dich auch wirklich wahrnehmen!

Einige große Firmen betreiben zum Beispiel Guerilla-Marketing. Dies ist eine Marketing Form, in der ungewöhnliche Vermarktungsaktionen durchgeführt werden. So kann Mal das Förderband am Flughafen das Design eines Roulette-Tisches haben oder eine U-Bahn-Station schön eingerichtet sein. Die Plattform Zielbar hat 15 kreative Guerilla Marketing-Ideen zusammengetragen.

5. Weniger liefern, als versprochen

Niemals, niemals, niemals darfst du weniger liefern, als versprochen! Das ist so, als würdest du für deine Hochzeit eine Bestuhlung für 100 Leute bestellen und am schönsten Tag deines Lebens werden nur 50 Stühle geliefert und aufgestellt und der Rest muss stehen.

Genauso ist es bei deinem Versprechen. Wenn eine Kunde etwas von dir kauft, muss es mindestens das beinhalten, was ihm versprochen wurde. Noch besser: Overdeliver! Liefere mehr, als der Kunde sich erwartet und du profitierst von einer tollen Mundpropaganda, die wiederum neue Kunden bringt.

Nur damit du verstehst, wie sehr die Mundpropaganda dein Unternehmen beflügeln kann: Ich habe mein Unternehmen nun seit über fünf Jahren und habe erst ein einziges Mal Werbung geschaltet (letztes Jahr). Alles andere lief über Empfehlungen von meinen bestehenden Kunden und das lief so gut, dass ich Ende 2018 / Anfang 2019 Projekte ablehnen musste, da die Kapazitäten voll ausgelastet waren. Und weil du mich wahrscheinlich noch nicht kennst: ich arbeite am Tag zwischen 12 und 16 Stunden – von Montag bis Sonntag.

Und das war nur möglich, weil Kunden bei mir wirklich gut behandelt worden sind, E-Mails wurden innerhalb weniger Minuten beantwortet und die ich habe immer mehr geliefert, als ich versprochen habe. Das musst du auch! Immer!

6. Änderungen nicht testen

Egal was du an der Webseite oder an deiner Aktion änderst: du musst testen, ob das zu einer Verbesserung deines Zieles beigetragen hat, oder eben nicht. 

Das setzt natürlich voraus, dass du die Zahlen kennst. Du musst dich mit Google Analytics auseinander setzen und lernen, wie das Tool funktioniert und was die Kennzahlen bedeuten. Daran und am Umsatz kannst du dann feststellen, ob sich deine Situation verbessert oder verschlechtert hat.

Das selbe gilt für die Zielgruppe, die du ansprichst. Bei fast allen Anbietern kannst du deine Zielgruppe festlegen. Teste unterschiedliche Anzeigen für unterschiedliche Zielgruppen gleichzeitig. Wenn du alles richtig eingerichtet hast, kannst du genau voraussagen, woher ein Lead oder ein Kunde stammt.

Es gibt noch mehr Fehler…

Tatsächlich gibt es unzählige Sachen, die man beim Schalten von Werbung und Marketing falsch machen kann. Alle hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Das wichtigste, das du mitnehmen solltest: Sei anders als alle anderen. Es bringt nichts, wenn du die Konkurrenz kopierst, denn eine Kopie wird nie so gut sein, wie das Original! Überlege dir eine unschlagbare Kampagne, erzähle Geschichten und setze deinen eigenen Werbeslogan ein. 

Bleib deiner Linie treu und achte darauf, dass du auf allen Kanälen die selbe Corporate Identity nutzt, damit man sofort erkennt, dass es sich um dich und nicht um ein anderes Unternehmen handelt.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

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