DSGVO und WordPress – eine unendliche Geschichte. Immer mehr man das Gefühl, dass man nie damit fertig wird.  Insbesondere kleine Seitenbetreiber tappen in fürchterlich viele Fallen. Geht es dir genauso? Wenn ja, haben wir haben hier eine Lösung für die folgende Falle: Die Speicherung von IP-Adresse und Nutzerkommentar verhindern in WordPress.

Denn auch bei Kommentaren gibt es einige Fallen: Neben dem Namen und der E-Mail-Adresse speichert WordPress auch die IP-Adressen der Nutzer. Die Speicherung des Namen und der E-Mail können noch in den Bereich des „berechtigten Interesses“ des Webseitenbetreibers fallen, die Speicherung der IP-Adressen ist jedoch unzulässig. Die IP-Adresse ist eine Adresse, die jedem an das Internet angebundenen Gerät zugewiesen wird. Sie gehört zu den personenbezogenen Daten, da mit ihrer Hilfe ein Gerät identifiziert werden kann. Das Speichern von IP-Adressen ist nur dann zulässig, wenn es für die Funktionsfähigkeit eines Dienstes notwendig ist. Bei der Kommentarfunktion ist es eindeutig nicht der Fall. Deswegen musst du dafür sorgen, dass bei zukünftigen Kommentaren die IP-Adresse nicht mehr gespeichert wird und dafür, dass bisher gespeicherte IPs gelöscht werden.

Es gibt zwei Wege, die Speicherung der IP Adresse der Kommentatoren zu verhindern:

Anonymisieren der IP-Adresse mit Hilfe von Plugins

Zum Anonymisieren der IP-Adressen gibt es ein Plugin – Remove IP. Damit wird die IP Adresse des kommentierenden Nutzers ganz einfach durch 127.0.0.1 ersetzt, was eine typische localhost IP Adresse ist, die nicht personenbezogen ist. Das Plugin wurde zwar seit 2 Jahren nicht mehr aktualisiert, in Bezug jedoch auf seine begrenzte Funktion, war es einfach nicht notwendig.

Einfügen eines Codes in die functions.php

Anderseits gibt es die Möglichkeit über die functions.php selbst einen kurzen Codeschnipsel in die functions.php Datei einfügen. Am besten, wenn man dafür ein Child-Theme verwendet, damit eigene Änderungen und Ergänzungen am Theme auch nach einem Update erhalten bleiben. Wie du ein Child-Theme einrichtest erfährst du hier. Um die Speicherung der IP-Adresse zu vermeiden, solltest du in die functions.php des Child-Themes folgenden Code einfügen:
function wpb_remove_commentsip( $comment_author_ip ) { return ''; } add_filter( 'pre_comment_user_ip', 'wpb_remove_commentsip' );

So wird die IP-Adresse des Nutzers nicht mehr abgespeichert.

Diese beiden Methoden betreffen allerdings nur die IP Adressen zukünftiger Kommentare und wirken sich nicht auf die schon vorhandene IP-Adressen aus. Es bleibt das Problem mit den IP-Adressen, die in der Datenbank schon gespeichert sind. Sie müssen entfernt werden.

Bereits gespeicherte IP Adressen nachträglich löschen

Dafür brauchst du den Zugriff auf die Datenbank. Das machst du mit Hilfe einer Anwendung, die „phpMyAdmin“ heißt und von jedem Hoster in seinem Kundenbereich angeboten wird. Zur Sicherheit legst du als erstes ein Backup deiner Datenbank an. Dann loggst du dich über phpMyAdmin in deine Datenbank ein, um dort die entsprechenden Daten zu löschen.

WordPress speichert alle Daten eines Kommentars in der Tabelle wp_comments ab. Du kannst die IP-Adressen jetzt händisch löschen, was bei vielen Kommentaren allerdings keinen Sinn macht. Du kannst diesen Prozess mit einem Befehl automatisieren.

Wähle oben in phpMyAdmin den Reiter „SQL“ aus. Hier kannst du nun den folgenden Befehl eingeben (bei einem anderen Präfix musst du das „wp_“ anpassen):

UPDATE wp_comments SET comment_author_IP = ' ';

Nach dem Absenden solltest du nun eine grün umrandete Erfolgsmeldung bekommen. Das war’s. Viel Erfolg!

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