Preise auf der Webseite sind ein heiß diskutiertes Thema. Grund genug die Frage zu beleuchten, ob Preise auf der Webseite zur Kundengewinnung beitragen, oder eher kontraproduktiv sind.

Preise auf der Webseite – Ja oder nein?

Auf zahlreichen Webseiten findet man tolle Produkte und umfangreiche Dienstleistungen. Wonach man jedoch oft vergeblich sucht sind die dazugehörigen Preise.

Für mich ist es unverständlich, warum man seine Preise nicht auf der Webseite präsentiert, da der Preis einen ausschlaggebenden Punkt im Kaufzyklus darstellt. Vier Gründe, warum es ein riesiger Fehler ist, keine Preise auf der Webseite zu veröffentlichen:

1. K(l)eine Barriere

Auf vielen Webseiten muss man den Preis anfragen. Bereits hier verliert man zahlreiche potentielle Kunden, die einfach keine Zeit, bzw. keine Lust haben Preise einzuholen.

Ich kenne das von mir selbst: werden Preise auf der Webseite nicht transparent übermittelt, verliere ich das Interesse und wechsle zur Konkurrenz – die Barriere nach der Frage des Preises ist viel zu hoch.

Außerdem muss man die Kontaktdaten hinterlassen, um eine Antwort zu erhalten. Hierbei rechnen viele Webseiten-Besucher mit nervigen E-Mails und Telefonanrufen. 

Halte die Barriere so klein wie möglich. Sei transparent und präsentiere deine Preise – unabhängig davon, ob sie höher bei der Konkurrenz sind oder nicht. Du musst es nur richtig verpacken!

2. Sinnvoll aus SEO-Sicht

Sucht man nach einem Produkt oder einer Dienstleistung, verbindet man die Suche oft mit dem Preis. Der Interessent weiß, was er will, nun will er nur noch einen Preis haben. 

Und genau hier ist deine Chance. Bist du einer der wenigen in deiner Branche, die die Preise auch tatsächlich auf der Webseite haben, kannst du die „Preise“-Seite für Suchmaschinen optimieren. Ein kleines Beispiel, um es zu demonstrieren:

Du bist selbstständiger Gärtner und bietest alle möglichen Arbeiten im Garten deiner Kunden an. Vom Rasen mähen, bis hin zu Hecken schneiden. Nun sucht Frau Maier im Internet eine Firma, die ihre neuen Thujen einsetzt. Bevor sie sich jedoch für eine Firma entscheidet, googlet Frau Maier „Thujen einsetzen Preis“. Und genau das ist deine Chance unter den Top-Platzierungen zu erscheinen.

Durch die Offenlegung deiner Preise und den einzelnen Services, kannst du bei Google die Top-Plätze einnehmen, denn du wirst einer der wenigen in deiner Branche sein, der auch tatsächlich Preise öffentlich zur Verfügung stellt. Frau Maier hat nun einen Preis und wird die Preise eventuell vergleichen wollen, was jedoch schwierig wird, wenn du der einzige in der Umgebung bist, der die Preise auf der Webseite hat. Die Chance ist sehr hoch, dass du den Auftrag bekommst.

3. Individuelle Aufträge

Bei dir ist jeder Kunde individuell zu behandeln und du kannst keinen pauschalen Preis nennen? Kein Problem! Es gibt mehrere Möglichkeiten, die du in Betracht ziehen kannst:

  • Erstelle einen umfangreichen Preiskatalog mit allen Dienstleistungen, die du anbietest. Detailliert und mit Preisen versehen.
  • Zeige Referenzen und beschreibe, welche Tätigkeiten von dir vollzogen wurden. Darunter kannst du den Preis nennen, der dafür bezahlt wurde.
  • Wenn keine der beiden Optionen in Betracht kommen, kannst du auch „ab“-Preise verwenden, damit sich Interessenten ein Bild machen können, in welchem Bereich sich der Preis in etwa befindet.

Wenn wirklich keines der Darstellungsoptionen in Frage kommt, musst du die Preisanfrage so einfach wie möglich machen! Auf der Preise-Seite musst du ganz kurz erklären, warum eine Kontaktaufnahme wichtig ist und wie schnell das geht. Biete zusätzlich zu einem Kontaktformular einen Live-Chat oder einen Rückrufservice an.

Achte darauf, dass der Interessent so wenig Felder wie möglich, jedoch genug Felder ausfüllen muss, um dir alle Informationen zu liefern, die du für ein Angebot benötigst!

4. Natürliche Auslese

Preise auf Anfrage bringen eine administrative Arbeit mit sich, denn du, oder jemand in deinem Unternehmen, muss die Anliegen bearbeiten und Preise festlegen.

Bekommt der Interessent nun ein Angebot, das preislich weit über seinen Vorstellungen liegt, wurde das Angebot umsonst erstellt und du oder einer deiner Mitarbeiter hat wertvolle Zeit verloren. 

Gibst du Interessenten bereits auf der Webseite einen Geschmack darauf, was ihr Anliegen in etwa kosten wird, scheiden Interessenten, die nicht bereit sind den Preis zu zahlen, automatisch aus und du erhältst qualifiziertere Leads.

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Weitere Tipps zu Preisen auf der Webseite

Bei vielen Käufern spielt der Preis bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Findet er auf deiner Webseite keinen Preis, wird er sich bei der Konkurrenz erkundigen und du hast einen potentiellen Käufer verloren, ohne dass du überhaupt die Chance hattest ihn von deinem Unternehmen zu überzeugen!

Aus dem Grund ist es wichtig mit offenen Karten zu spielen und die Preise auf der Webseite zu veröffentlichen. 

Überzeuge mit Referenzen & echten Kundenmeinungen

Manchmal sind die Preise etwas höher, als bei der Konkurrenz, denn sind wir uns ehrlich: Qualität hat ihren Preis. Das ist aber kein Problem! Man muss nicht immer der Günstigste sein – solange man der Beste ist! 

Veröffentliche auf der „Preise“-Seite nicht nur deine Preise, sondern auch deine besten Referenzen und die dazugehörigen Kundenmeinungen zu deiner Arbeit! Nichts überzeugt einen Interessenten mehr, als echte Kundenmeinungen.

Vergleich mit der Konkurrenz

Oft beinhalten höhere Preise auch mehr Leistungen, die für dich eventuell selbstverständlich sind, der Kunde aber nicht kennt. Liste alle Punkte auf, die im Preis enthalten sind und vergleiche dies dann direkt auf der „Preise“-Seite mit der Konkurrenz. Wichtig ist nur, dass du keine Namen nennst, sondern diese einfach „Konkurrent 1“, „Konkurrent 2“, usw. benennst.

Höre damit auf Kunden zu verlieren!

Jetzt wo du die Vorteile kennst, würde ich dir echt empfehlen die Preise auf deiner Webseite zu veröffentlichen. Es ist auch kein Problem, wenn du die Preise regelmäßig anpasst!

Das wichtigste ist: Du musst wissen, was deine Arbeit wert ist! Verkaufe dich nicht unter deinem Wert, denn man findet für fast jeden Preis die richtigen Käufer. Besser etwas mehr verlangen und dadurch qualifizierte Kunden generieren, als Sparfüchse anzuziehen, die dir dann täglich dutzende Support-Anfragen schicken!

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