Wenn du deine E-Mail-Liste wachsen lassen willst, reicht es heutzutage nicht mehr aus deine Besucher aufzufordern, sich zu deinem Newsletter anzumelden. Du musst ihnen etwas bieten, ein Geschenk in Form von einem Ebook, einem Video, einer Checkliste, einer Anleitung etc. – ein sogenanntes Freebie. Mit Hilfe eines Freebies kannst du dich als Experte auf einem bestimmten Gebiet präsentieren und so – schon von Anfang an – bei deinen Besuchern punkten.

Ein Freebie ist also ein Produkt, das du dem Interessenten, im Austausch gegen seine E-Mail-Adresse, zum Download anbietest. Freebies werden vor allem in einer Online-Marketing-Kampagne verwendet, um den Leser oder Kunden zum Eintragen seiner E-Mail-Adresse in die Newsletterliste zu bewegen.

Wie kannst du so eine Online-Marketing-Kampagne richtig vorbereiten?

1. Löse ein Problem

Du erstellst ein eBook, ein Video oder eine Anleitung (= Freebie) zu deinem Thema mit Inhalten, die deinen User interessieren könnten. Am besten löst du damit ein Problem deines Interessenten oder befriedige seine Bedürfnisse!

Du solltest ihm einen großen Mehrwert und Nutzen bieten, sodass er am Ende das Gefühl hat, dabei profitiert zu haben. Außerdem hast du bei der Gelegenheit die erste (und vielleicht die letzte) Chance den User von dir zu überzeugen. Wenn der Interessent das Gefühl hat, dein Freebie ist extrem gut, wird er davon überzeugt sein, dass deine kostenpflichtigen Produkte noch weitaus besser sein müssen! Acht wirklich darauf, dass das Freebie sehr gut ist, da sich die Nutzer sonst auch von dir abwenden könnten!

Ab jetzt darfst du deinem neuen Interessenten Newsletter oder Spezialangebote schicken. Aber Achtung: hier musst du weiter Mehrwert bieten und nicht nur Werbung verbreiten, sonst verlierst du den Interessenten schnell wieder.

2. Freebie hochladen

Das von dir erstellte Freebie lädst du nun auf deinen Server, damit es dort zum Download bereit steht. Damit niemand zufällig das Freebie findet und herunterlädt, gib ihm das Attribut „NoIndex“. Oder nutze ein ZIP-Format. Wie das genau geht, erfährst du im Video.

3. Double-Optin-Verfahren

Da sehr viele Menschen mit Newsletter-Programmen wie Mailchimp, Cleverreach, usw. arbeiten, nehmen diese Programme einem die Arbeit ab. Wenn man rechtlich sicher arbeiten möchte (was ich wärmstens empfehle), muss der Interessent seine E-Mail-Adresse bestätigen! Du kennst das bestimmt von anderen Webseiten: du trägst deine E-Mail-Adresse ein und gelangst auf eine Seite, die dir klar macht, dass noch ein letzter Schritt notwendig ist, um deinen Eintrag in die Newsletter-Liste zu bestätigen. Erst dann darfst du dem Kunden E-Mails schicken!

4. Dankeseite

Nachdem der Interessent seine E-Mail bestätigt hat, solltest du ihm entweder eine Danke-E-Mail senden oder auf eine Dankeseite leiten.

Zuerst bedankst du dich für die Bestätigung. Danach fügst du den Downloadlink ein (benutze den vorhin notierten Pfad (URL) des Freebies) oder du bettest den HTML-Code des Videos oder einen Audioplayer (je nachdem, was dein Freebie ist) ein.

Auch diese Seite sollte von Google oder anderen Suchmaschinen ausgeschlossen werden. Du erreichst das mit Hilfe verschiedener WordPress Plugins. Mehr dazu im Video!

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Wie kannst du so eine Online-Marketing-Kampagne richtig vorbereiten?

Mit den verschiedensten Online-Marketing-Tools (Getresponse, Mailchimp, Klicktipp, etc.) erzeugst du jetzt ein Email-Formular, das du in deine Blogartikel, deine Sidebar oder wo anderes auf deiner Webseite einbindest. Hebe es etwas hervor, füge ein Bild deines Freebies hinzu und mache es für deine User interessant. In Blogartikeln ist es am effektivsten den Link zum Freebie unauffällig in den Text einzubinden.

Jetzt können deine Leser von dem Angebot Gebrauch machen und sich für deinen Newsletter eintragen. Daraufhin schickt ihnen dein Autoresponder ganz automatisch (nachdem du ihn entsprechend eingerichtet hast) einen Bestätigungslink – deine Email-Liste wächst!

Jetzt kannst du eine vertrauenswürdige Beziehung zu deinen Lesern aufbauen, indem du ihnen regelmäßig wertvolle Inhalte schickst. Achte darauf nicht zu übertreiben! Das Verhältnis von Mehrwert für den Leser und Werbung für deine Produkte sollte einem Wert von 5:1 oder 6:1 entsprechen. In deinem Newsletter kannst du deine Kunden um Feedback bieten, um dich weiterzuentwickeln.

Newsletter – die rechtlichen Grundlagen

Die EU DSGVO (europäische Datenschutzgrundverordnung), die mit mit 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist, betrifft alle Bereiche in denen personenbezogenen Daten erhoben, verarbeitet und aufbewahrt werden. Das betrifft auch deine Webseite. In Bezug auf unser Thema:

  • Du darfst demjenigen, der dem Versand deines Newsletter explizit und bewusst zugestimmt hat, bis zum Widerruf der Einwilligung, deinen Newsletter zusenden.
  • Du musst beweisen können, dass du eine Einwilligung erhalten hast. Mit dem Double-Opt-in-Verfahren hast du die Einwilligung automatisch eingeholt. Du hast aber in zwei Punkten Beweisverpflichtung: Wann erfolgte die Einwilligung (Anmeldung) und wie erfolgte die Einwilligung (Double-Opt-in).
  • Es muss eine explizite, eindeutige Einwilligung für den Zweck der Verarbeitung der personenbezogenen Daten sein.
  • Wenn der User deiner Webseite seine Daten in ein Formular einträgt, startet das Double-Opt-in-Verfahren. Die Person bekommt eine E-Mail, um zu bestätigen, dass sie sich wirklich anmelden will. Das System speichert dabei Informationen wie IP-Adresse, Browser, Zeitpunkt usw., um später belegen zu können, dass es eine Zustimmung gab. Du benötigst bei jeder neuen Anmeldung die Zustimmung. Am besten wäre es bei jedem Angebot die Zustimmung für einen Newsletterversand mit einzubauen. Es darf jedoch keine Bedingung sein, damit ein Angebot beauftragt wird. Beim Newsletter-Formular stellst du klar, dass diese Person sich hiermit zu einem regelmäßigen Newsletter anmeldet. So sollst du es auch formulieren.
  • Bei jedem Newsletter muss immer eine Abmeldemöglichkeit vorhanden sein.
  • Trage den Anbieter des E-Mail-Marketing-Tools in dein Datenverarbeitungsverzeichnis ein.
  • Schließe einen Datenverarbeitungsvertrag mit deinem Tool-Anbieter ab.

Lohnt sich so viel Arbeit für ein Freebie?

Ja! Wenn man sich nicht auskennt, klingt das zuerst nach viel und vor allem schwerer Arbeit, aber es ist leichter, als es klingt. Sieh dir am besten das oben an, um Schritt für Schritt dein Freebie erfolgreich anzulegen. Außerdem zeige ich dir, wie du mit dem Newsletter-Anbieter Mailchimp arbeitest, um E-Mail-Adressen zu sammeln.

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