In Deutschland ist, gemäß aktuellen Zahlen, derzeit jeder vierte der 18 bis 29-jährigen bei Pinterest angemeldet. Der Anteil an passiven Nutzern, also solchen, die keinen eigenen Content verbreiten ist dabei sehr hoch. Das zeigt, dass Pinterest für den Großteil der Nutzer eine wichtige Inspirationsquelle ist. Und das macht die Plattform für Unternehmen besonders interessant.

Ist es also nicht überlegenswert Pinterest zu nutzen, um mehr Besucher für deinen Blog zu bekommen? In diesem Blogbeitrag, erfährst du, wie auch dir Pinterest mehr Traffic bringen kann.

Bilderoptimierung – Die Qualität der Bilder ist entscheidend

Der erste Schritt für mehr Traffic und Aufmerksamkeit sind ansprechende Bilder. Genauso wie auf Facebook wird auch auf Pinterest der Inhalt gefiltert. Bevorzugt werden qualitativ hochwertige Bilder, die wenig Text und hilfreiche Beschreibungen haben. Du musst nicht jedes deiner Bilder für Pinterest optimieren, ein optimiertes Bild pro Beitrag ist aber ein Muss. Damit deine Bilder also auch wirklich auf der Startseite deiner Follower erscheinen, gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest.

Laut Pinterest liegt die ideale Breite bei 600 Pixel (Stand 2018). Deine Grafiken sollten also 600 x 900 Pixel groß sein. Es ist ganz logisch, da die meisten Menschen Pinterest mobil nutzen. Dieses Format ermöglicht es nämlich den ganzen Pin auch in der mobilen Ansicht zu sehen.

Es empfehlt sich auf den Bildern kurz zu erklären, worum es eigentlich geht. Auch den Link zu deinem Blog darfst du einbauen. Wenn das Bild im Vordergrund steht, so solltest du so wenig Text-Overlay nutzen wie möglich. Geht es dagegen um die Message, ist es umgekehrt. Achte beim Hintergrund darauf, dass er ansprechend ist, von der Botschaft jedoch nicht ablenkt.

Probieren geht übers studieren

Experimentiere ein wenig herum, um herauszufinden, was deine User gerne sehen. Nutze am besten große Buchstaben, klare Schriftarten, auch Schreibschrift sieht gut aus. Wichtig ist, dass die Schrift auch am Smartphone gut zu lesen ist. Angesagt ist Flat Design, ohne Schatten oder 3-D Effekte. Helle und warme Farben sind besser als dunkle und kalte. Glatte, sanfte, Pastell-Bilder sind besser als grelle und schreiende. Verwende eine 50%ige Farbsättigung, verzichte ganz auf schwarz-weiß Bilder. Du kannst dir auch ein Template vorbereiten, das du immer wieder verwenden kannst. Einerseits erleichtert es deine Arbeit, anderseits schafft es einen Wiedererkennungswert.

Bevor du das Bild hoch lädst, passe noch die Beschriftung an und füge Keywords hinzu.

Um optimale Bilder und Grafiken zu erstellen brauchst du nicht einmal ein Grafikprogramm. Die gute Nachricht ist, dass es nicht kompliziert sein muss. Es gibt sogar kostenlose Werkzeuge, wie Canva, mit denen du wunderbare Grafiken (ohne Vorkenntnisse) erstellen kannst.

Wenn du einen Account bei Canva hast, kannst du bei „Create Design“ die Pinterest-Vorlage auswählen, deine eigenen Grafiken hochladen und Text hinzufügen. Pins mit Grafiken (auch Overlay genannt) sind auch zu empfehlen, weil sie öfter repinnt werden. Neben Canva gibt es viele Werkzeuge, mit denen sich Grafiken erstellen lassen. Wordswag, Over und Adobe Spark beispielsweise sind Apps fürs Smartphone, Pablo ist ein simples online Werkzeug für Grafiken, Page2Images macht Screenshots, die man direkt pinnen kann.

Nützliche Tools

  • Du kannst es den Besuchern deiner Webseite mit Plugins erleichtern, deinen Content auf Pinterest zu teilen. Mit dem Plugin Simply Pinterest wird dem Nutzer ein kleiner Pin-it-Button angezeigt, sobald er über ein Bild auf deiner Webseite fährt. Mit einem Klick kann er dann Content von deiner Webseite pinnen, auch dann, wenn er auf Pinterest überhaupt nicht mit dir verbunden ist.
  • Mit Blog2Social kannst du aus WordPress heraus Pinterest betreiben. Die Basisfunktion ist kostenlos.

Redaktionsplan erstellen

Wie auch beim Bloggen ist bei Pinterest die Regelmäßigkeit wichtig. Um maximale Sichtbarkeit zu generieren, musst du mehrmals am Tag pinnen. Dazu zählen aber auch Repinns. Auf drei bis vier eigene Pins sollte ein Inhalt repinnt werden. Wenn du gut organisiert bist, reichen hier ein paar Minuten am Tag. Um den Überblick zu behalten, ist ein Redaktionsplan hilfreich.

Auf dem Markt gibt es nur wenige Tools, die Pinterest wirklich unterstützen. Nachdem Boardbooster 2018 geschlossen wurde, bleibt dir eigentlich noch nur Tailwind. Tailwind ist ein Planunsgtool und ein echter Experte für Pinterest, es ist aber leider kostenpflichtig. Der Fokus von Tailwind besteht darin, fremde und eigene Inhalte gezielt und zeitgesteuert auf Pinterest zu (re-)pinnen. Als Alternative bleibt dir das Pinnen in deine tägliche To-Do-Liste aufzunehmen.

Hashtags

Hashtags gehören in die Pinnbeschreibung und sind wichtig, um gefunden zu werden. Beispiel:

Du hast ein Tomatensuppen-Rezept gepinnt? Dann nutze die Hashtags: #rezept #tomatensuppe #suppen #suppe

Der Aufbau deines Themas

Den optimalen Traffic wirst du bei Pinterest generieren, wenn die Besucher auf deinem Board alle Informationen vorfinden, die sie suchen. Erarbeite zuerst mal die Basics deines Themas, um es dann nach und nach zu erweitern. So entsteht eine Sammlung von Informationen, die ein stabiles Fundament besitzt. Die Repins kannst du dann dafür nutzen, um eventuelle Lücken zu füllen.

Den Traffic richtig leiten

Du solltest überlegen, wohin du den Traffic aus Pinterest schicken willst. Die Möglichkeiten für Opt-Ins sind im modernen Online-Marketing grenzenlos. Es empfiehlt sich zum Beispiel einen Erstbesucher zuerst in eine E-Mail-Liste aufzunehmen. Du kannst ihm zum Beispiel ein Freebie anbieten, das er per E-Mail erhält.

Raum für Anpassungen lassen

Du wirst im Laufe der Zeit Erfahrungen sammeln und eine wirklich passende Strategie ausarbeiten. Anders geht es nicht. Sei geduldig und lass dir Raum für Anpassungen und Veränderungen. Es stellt sich erst in der Praxis heraus, was funktioniert und was nicht.

Das Gruppenboard nutzen

Da Pinterest mehr eine Suchmaschine als ein soziales Netzwerk ist, sind hier Repins viel wichtiger als die Zahl deiner Follower. Und Repins kannst du nicht nur mit Content forcieren, sondern auch durch das Nutzen von sogenannten Gruppenboards. So heißt bei Pinterest die Möglichkeit mit anderen Bloggern zu kooperieren. Die Gruppenboards erkennst du daran, dass bei einem Board die Profilbilder der Pinner angezeigt werden. Oft steht in der Board-Beschreibung, ob bzw. wie du mitmachen kannst.

Suche nach thematisch passenden Gruppenboards, auf die jeder Nutzer Pins hochladen kann. Der Vorteil von Group Boards ist, dass es wie ein eigenes Board in der Übersicht aller Mitpinner auftaucht und die Pins im Startfeed aller Follower ausgeliefert werden. Somit hast du auf einen Schlag eine viel höhere Reichweite! So kann dein Einstieg in Pinterest schnell zum Erfolg werden.

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