In diesem Artikel stelle ich dir 6 Tools vor, mit denen du ohne Vorkenntnisse professionelle Infografiken erstellen kannst. Außerdem klären wir den Grund, warum du das machen solltest und was du davon hast.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Menschen haben heute keine Geduld mehr, um stundenlang langwierige Texte zu lesen. Sie wollen Informationen schnell und kompakt vorgelegt bekommen. Aus dem Grund sind Infografiken ein tolles Mittel, um Wissen oder eine besondere Botschaft smart zu transportieren. Sie vermitteln viel Information mit einer schönen visuellen Darstellung.

In Blogs, Fachartikeln oder Präsentationen lockern Infografiken den Text auf, vermindern die Absprungrate auf der Webseite und sorgen oft für gewisse Aha-Effekte. Dazu kommt, dass gut gemachte Infografiken einen viralen Effekt haben, sie werden gerne geteilt. Daher ist das Erstellen von professionellen Infografiken für Blogbeiträge und Social-Media-Kanäle, wie Facebook oder Twitter, sehr zu empfehlen.

Mit eigenem Logo versehen ziehen sie die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich und steigern deine Bekanntheit.

6 Tools, mit denen du professionelle Infografiken erstellen kannst

Wenn du optisch ansprechende und professionell aussehende Infografiken benötigst, kann es aber teuer werden. Vor allem, wenn du regelmäßig Grafiken erstellen lassen musst. Ein Designer kostet heutzutage einen Haufen Geld. Deswegen solltest du einen anderen Weg ausprobieren.

Es ist kaum zu glauben, was man mit der heutigen Technik selbst auf die Beine stellen kann. Und das ohne Vorkenntnisse! Mit zahlreichen Online-Tools kannst du selbst beeindruckende und professionelle Infografiken erstellen. Es mag sein, dass ein Designer es besser machen würde, für deine Bedürfnisse aber sind diese Tools vermutlich vollkommen ausreichend.

  • Piktochart ist eines der schönsten kostenlosen Tools auf dem Markt.
  • Das Tool ist intuitiv zu bedienen und gut für Anfänger, weil es dem User, beim Erstellen von visuellem Inhalt, Tipps gibt.
  • Piktochart ist ein Tool, mit dem du verschiedene Designelemente auf die erstellte „Canvas“ ziehen und hinsichtlich Farbe und Form anpassen kannst.
  • Neben Infografiken kannst du damit auch Poster, Präsentationen oder Reports erstellen.
  • Eine lange Liste an vorgefertigten Templates zu allen möglichen Anlässen steht dir zu Verfügung. Du kannst aber genauso ohne Vorlage arbeiten und vollkommen selbständig eine Grafik erstellen.
  • Die Länge und Breite einer Grafik ist individuell anpassbar.
  • Die Auswahl an Elementen ist groß und schön gestaltet, du kannst zwischen Grafiken (Formen und Linien, Icons, Fotos oder Rahmen), Uploads (Bilder bis zwei MB), Hintergründe (Farben, Muster, Transparenz), Text und Rahmen mit Text wählen. Piktochart bietet auch eine große Auswahl an Schriften an.
  • Darüber hinaus punktet das Tool mit interaktiven und multimedialen Elementen wie Diagramme, Karten und Videos. Einfache Karten und diverse Diagramme können sogar im Tool selbst erstellt oder die Daten dafür importiert werden.
  • Die Elemente lassen sich einfach verlinken. Die Hilfslinien, die Möglichkeit Elemente zu gruppieren und ein Magnetismus erleichtern die Platzierung und Ausrichtung der Objekte.
  • Ein Manko: bei vielen Elementen lässt sich die Farbe nicht ändern.
  • Mit Piktochart kannst du auch mehrere zusammenhängende Infografiken („Blöcke“) erstellen und diese wahlweise untereinander als eine lange Grafik oder einzeln exportieren.
  • Die Grafiken sind downloadbar als JPG- oder PNG-Datei.
  • Die Basis-Version ist kostenfrei, die Grafiken enthalten aber ein Piktochart-Branding. 
  • Die Pro-Versionen bieten wesentlich mehr Extras. Hier die Preise.
  • Auch Infogram ist ein Tool zur Datenvisualisierung.
  • Du kannst damit Diagramme und Infografiken, interaktive Marketingberichte, Vertriebsmaterialien, hochauflösende Diagramme und Grafiken erstellen.
  • Darüber hinaus kannst du deine Daten verknüpfen und Live-Dashboards erstellen, die ganz einfach geteilt werden können.
  • Mit dem Karteneditor erstellst du interaktive Karten in professioneller Qualität.
  • Zur Aufbereitung deiner Daten hast du ca. 30 verschiedene Vorlagen zur Auswahl. Infogram verfügt auch über eine umfangreiche Datenbank an Fotos und Icons, um atemberaubende Bilder für Facebook, Instagram und Twitter zu erstellen.
  • Infogram eignet sich vor allem für Infografiken mit Zahlen und Statistiken.
  • Man hat die Möglichkeit, unterschiedliche Excel-Dateien zu importieren.
  • Die erstellte Grafik lässt sich jedoch in der kostenfreien Version nicht herunterladen, sondern nur durch einen Link teilen, was natürlich nicht optimal ist. Solange aber aus der Infografik klar ersichtlich ist, wer du bist und deine Kontaktdaten zu sehen sind, kannst du trotzdem das Tool für zahlreiche Zwecke einsetzen.
  • Der Basisaccount ist kostenlos, sonst gelten folgende Preise.
  • Easelly eignet sich für Anfänger, aber auch gut für Freelancer, die etwas mehr Erfahrung bei dem Erstellen von Infografiken haben.
  • Die Basis-Version ist kostenlos, nach dem Anmelden bekommst du Zugriff auf alle Funktionen des Web-Editors.
  • Du kannst die vorgefertigten Themes nutzen, zu denen weitere Elemente per Drag and Drop hinzufügt werden können, oder aber ohne Vorlagen dein individuelles Design erstellen.
  • Du kannst aus vielen Hintergründen und Objekten wählen, Formen, Verbindungen und Text frei platzieren und formatieren.
  • Auch ein paar Diagramm-Arten, auf Basis von einer heruntergeladenen Excel-Datei, lassen sich einbinden und selbst gestalten.
  • Mit der Gratis-Variante von Easelly lassen sich zwar spannende Infografiken erstellen, ein Problem entsteht aber beim Export der Infografiken, weil der Download nur als JPEG in niedriger Qualität möglich ist. Die Qualität wird vielleicht für deine Online-Einsatzzwecke zufriedenstellend, als druckbare Grafik oder zur Verwendung in einem PDF reicht sie jedoch nicht aus.
  • Wer den Download in hoher Qualität oder als PDF will, muss auf einen Pro Account umstellen. Eine gute Nachricht ist allerdings, dass die Pro-Version von Easelly im Vergleich zu anderen Tools viel weniger kostet und mit sich jede Menge weitere Icons, Stock-Fotos, Vorlagen und Gestaltungsmöglichkeiten bringt.
  • Youzign ist einfach zu bedienen und dennoch leistungsfähig.
  • Du kannst mit dem Tool schnell und einfach beeindruckende Digital- und Druckgrafiken mit verschiedenen Grafiktypen erstellen – von Infografiken, Social Media Covers, E-Book Covers, Businesscards bis hin zu Flyer.
  • Du kannst 3D-Modelle erstellen, Hintergründe leicht entfernen,
  • Dir stehen tausende Vorlagen, kostenloses visuelles Marketing-Trainings und wöchentlich stattfindende Webinare zur Verfügung.
  • Alle Formate werden nach Bedarf ständig aktualisiert, so dass sie zu den aktuellen Anforderungen in den Social Medien passen.
  • Die Inhalte können geteilt werden, sie können an einem Ort für dich und dein Team aufbewahrt werden.
  • Es gibt eine 15-tägige kostenlose Testversion.
  • Canva ist kostenlos
  • Mit dem Drag-and-Drop-Editor von Canva kannst du viel mehr als nur Infografiken erstellen. Du kannst Fotos bearbeiten, Blog-Grafiken, Facebook-Posts, Poster, Postkarten, Visitenkarten uvm. erstellen. Je nach Wahl wird das Format angepasst.
  • Du kannst zwischen vorgefertigten Layouts und einem leeren Arbeitsplatz wählen. Die Vorlagen lassen sich nach den eigenen Vorstellungen umgestalten und personalisieren.
  • Wie auch in den anderen Tools stehen dir zahlreiche Objekte, wie Rahmen, Formen, Linien, Fotos, Illustrationen, Icons, Grafiken, Text und Hintergründe zur Verfügung. Die Auswahl ist groß und lässt sich durchsuchen.
  • Es gibt eine große Auswahl an Schriftarten und -größen und man kann auch eigene Bilder hochladen und einfügen.
  • Einzelne Elemente sind häufig farblich und von der Größe her anpassbar. Praktisch ist, dass die gewählten Farben gespeichert werden und lassen sich so immer wieder verwenden.
  • Die Hilfslinien erleichtern die Platzierung und Ausrichtung der Elemente.
  • Nicht alle Elemente sind kostenlos, die kostenpflichtigen Objekte, darunter Fotos, kosten aber nicht viel, meist einen Dollar.
  • Eine fertige Grafik kann man als Bild herunterladen oder sogar in hoher Qualität ausdrucken.
  • Eine Reihe von Design-Tutorials werden im Canva Blog angeboten.
  • Es gibt auch eine Premium Version, die zusätzliche Möglichkeiten bietet, u.a. die Teamfunktion, unbegrenzter Speicherplatz für Fotos und Materialien, Hochladen eigener Schriftarten, exklusiver Zugriff auf 400.000 kostenlose Fotos, Illustrationen und Vorlagen, Design-Download mit transparentem Hintergrund, Design-Exporte als animierte GIFs, Support, uvm.
  • Mehr zu Canva erfährst du in meinem Blogartikel „Canva – Visueller Content leichtgemacht“ und im Canva-Kurs „Mit Canva visuellen Content erstellen“.
  • Spezifisch bei Visme: die Erstellung von Infografiken mit multimedialen Elementen.
  • Wie in Canva, kannst du mit diesem Tool neben verschiedenen Grafiken auch Präsentationen, Banner und Infografiken erstellen.
  • Du kannst, ebenfalls wie bei Canva, zwischen vorgefertigten Layouts und einem leeren Arbeitsplatz wählen. Auf der linken Seite des Arbeitsplatzes sind die Designs und Elemente zu finden, rechts die Infografik.
  • Visme ist übersichtlicher organisiert als Canva und bietet ebenfalls eine große Auswahl an Elementen und Schriftarten.
  • Im Gegensatz zu Canva können bei Visme in die Infografiken auch interaktive Elemente, wie Videos, Audios und iFrames eingebaut werden. Verschiedene Objekte lassen sich animieren und verlinken.
  • Genauso wie bei den anderen Tools kannst du auch hier sowohl Vorlagen, als auch eine leere Arbeitsfläche wählen.
  • Es gibt eine kostenlose Version, die jedoch stark eingeschränkt ist. Neben dem begrenzten Speicherplatz von 100 MB muss man mit nur drei Projekten gleichzeitig auskommen. Die Anzahl und Auswahl der Elemente ist begrenzt. Und, anders als bei Canva, können sie nicht hinzugekauft werden.
  • Auch das Logo von Visme ist in der Gratis-Version auf den erstellten Grafiken sichtbar. Wenn du aber nur ab und an eine Grafik brauchst, ist das vielleicht überlegungswert.

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Fazit zur Erstellung von professionellen Infografiken

Auf den ersten Blick sieht man, dass die Grafik-Tools alle ähnlich aufgebaut sind. Sie bieten alle eine Gratis-Version, mit der du bereits professionelle Infografiken erstellen und deine Interessenten und Follower begeistern kannst. Man kann hier eigentlich nichts falsch machen, man versucht es so lange, bis man das gewünschte Ergebnis erzielt.

Folgende Aspekte können dir vielleicht bei der Wahl ein bisschen helfen: Canva ist nur sinnvoll bei Infografiken ohne multimediale, animierte oder verlinkte Elemente, bei Visme und Pictochart kannst du auch multimediale Elemente verwenden, bei dem letzten sogar direkt im Tool selbst Grafiken erstellen, wenn du genaue Zahlen visualisieren möchtest. Für Infografiken mit Zahlen und Statistiken eignet sich am besten Infogram und für 3D-Modelle Youzign.

Nun wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg beim Testen. Wenn du einen Blogbeitrag mit einer Infografik erstellst, kannst du den gerne unten in den Kommentaren verlinken. Ich bin schon gespannt, was du schönes zauberst!

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