Du bist im Internet bestimmt schon Mal auf ein Angebot gestoßen, welches dich sofort angesprochen hat und dich dazu verleitete das Produkt oder die Dienstleistung zu kaufen. Dabei muss es sich nicht Mal um ein außergewöhnlich gutes Produkt oder einen extrem günstigen Preis handeln. Hier verleitet uns oft nur die Psychologie zum Griff zur Brieftasche.

In diesem Artikel stelle ich dir drei psychologische Tricks vor, wie du die Preise deiner Produkte so gestaltest, dass dir deine Kunden mehr Umsatz bringen.

Tipps zur gewinnbringenden Preisgestaltung

Webshop-Besucher entscheiden oft irrational, denn rund 95% unserer Entscheidungen treffen wir unbewusst. Durch das Drehen der richtigen Stellschrauben kann man das Verhalten des Interessenten gewinnbringend beeinflussen.

1. Liste teure Produkte zuerst auf

In Restaurants ist es oft üblich, dass man ganz oben in der Speisekarte zwei oder drei teure Gerichte findet. Sieht der Restaurantbesucher diese Preise zuerst, geht er davon aus, dass das Restaurant generell höherpreisig ist und erwartet sich bei den weiteren Gerichten noch höhere Preise.

Sind nun alle anderen Gerichte günstiger, im Idealfall viel günstiger, hat der Restaurantbesucher das Gefühl, als wären diese Gerichte ein unschlagbares Schnäppchen und greift zu. Da sie nun so viel gespart haben, geht sich eventuell auch ein Dessert aus, was wiederum zu mehr Umsatz führt.

Wichtig ist nur, dass die zwei, drei teuren Gerichte nicht vollkommen überteuert sind. Menschen stellen Vergleiche an. Sei es im Restaurant, beim Fahrzeugverkäufer oder im Online-Shop. Die Speisen sollen teuer sein, jedoch im preislichen Rahmen der Konkurrenz.

Dieses Prinzip kannst du auch auf deine Online-Angebote umlegen: Zeige erst die teuren Produkte und werde billiger, doch achte darauf, dass die billigen Produkte nicht zu weit unten zu finden sind, da du ansonsten viele Interessenten verlierst. 

2. Biete „drei“ Optionen an

In der Online-Welt ist das sehr weit verbreitet: der Ugly Betty Effekt.

Beim Ugly Betty Effekt stellst du drei Versionen deines Produktes nebeneinander. An erster Stelle steht die Ugly Betty (zu Deutsch: hässliche Betty), die nur die wichtigsten Punkte enthält und nur das tut, was unbedingt notwendig ist. Dieses Produkt bietest du zu einem unverschämten Preis an.

Die anderen zwei Versionen solltest du so anpreisen, dass eines absichtlich etwas teuerer ist und die letzte Option preislich und funktional die beste Wahl darstellt, sodass jeder normale Mensch die dritte Option wählt.

Ein kleines Beispiel: Du bietest anderen Firmen an ihren Social-Media Auftritt zu verwalten. Hierbei erstellst du drei Pakete:

Paket „Small“

  • 4 Postings pro Monat
  • Content-Erstellung

jetzt um nur € 497,-

Paket „Business“

  • 8 Postings pro Monat
  • Content-Erstellung
  • Einzigartiges Bildmaterial
  • 4 Werbeanzeigen pro Monat

jetzt um nur € 997,-

Paket „Enterprise“

  • 16 Postings pro Monat
  • Content-Erstellung
  • Einzigartiges Bildmaterial
  • 8 Werbeanzeigen pro Monat
  • Eigene Landingpages
  • E-Mail Follow-Up
  • Detaillierte Statistiken
  • E-Mail & Telefonsupport
  • 3-stündiger Videokurs im Wert von € 297,- inkl.

jetzt um nur € 1397,-

Wie du siehst ist das dritte Angebot um Welten besser, als das erste oder zweite Angebot und beinhaltet viel mehr Leistungen. Bei dieser Strategie ist jedoch eines sehr wichtig! Sie müssen nebeneinander stehen, damit man den direkten Vergleich hat!

Dem Besucher wird dabei das Gefühl vermittelt, dass er sich eigentlich nur zwischen Angebot Nummer 2 und Angebot Nummer 3 entscheiden kann, denn das erste Angebot hat im Vergleich überhaupt keinen Mehrwert und ist einfach nur überteuert.

Erstelle professionelle WordPress-Webseiten

kinderleicht und ohne Vorkenntnisse
Mehr erfahren »

3. Kreativer Abverkauf

Viele Menschen sind der Meinung, dass Produkte mit einem Angebotspreis viel einfacher zu verkaufen sind. Aus dem Grund schalten viele Online-Shops jedes Jahr zahlreiche Aktionen, in denen sie den Preis um ein paar Prozent reduzieren.

Doch ist es wirklich so, dass ein reduzierter Preis den Interessenten eher zum Kauf eines Produktes animiert? Oder gibt es eventuell eine bessere Lösung für mehr Umsatz?

Ein Forschungsteam von der Carlson School of Management der University of Minnesota, untersuchte die Einstellung der Konsumenten zu Angeboten. Dabei fanden sie heraus, dass Käufer statt eines Preisangebots viel lieber etwas dazu geschenkt bekommen. Der Grund dafür liegt darin, dass viele Menschen nicht einschätzen können, wie viel 30% Preisermäßigung überhaupt ausmacht, oder sich nicht die Arbeit antun wollen, es auszurechnen.

Aus dem Grund empfehle ich dir nicht deine Preise zu reduzieren, sondern ein Goodie zusätzlich anzubieten. Verkaufst du beispielsweise Elektroräder, kannst du einen Zusatz-Akku kostenlos dazulegen. Beim Verkauf eines Autos kannst du ein kostenloses Service oder einen Räderwächsel anbieten.

Bessere Preisgestaltung für mehr Umsatz

Das waren die drei Tipps für die bessere Darstellung deiner Produkte. Beachte diese drei Punkte und du wirst aus psychologischer Sicht mehr Umsätze generieren. 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen