Jeder von euch hat sicherlich schon mal Spam-Kommentare erlebt. Kein Wunder, denn jeden Tag entstehen weltweit 50.000 bis 60.000 neue Webseiten auf Basis von WordPress und insgesamt hat WordPress inzwischen einen Anteil von über 30% an allen Webseiten des Internets. Gerade deswegen ist WordPress ein beliebtes Aktionsfeld bei Spammern. Mit richtigen Einstellungen und einem guten Plugin kannst du ihnen zum Glück einen Strich durch die Rechnung machen.

Als unerfahrener Blogger wirst du dich bestimmt oft fragen, ob die Kommentare zu deinen Beiträgen „echt“ sind, oder als Spam betrachtet werden sollten? Geht es um ehrliche Meinungen deiner Leser oder nur um sogenannte Linkbuilding-Kommentare? Wie kannst du die einen von den anderen unterscheiden und welche Maßnahmen helfen, Spam auf deinem WordPress Blog einzugrenzen, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist ein Spam-Kommentar?

Es geht um Kommentare, derer Ziel ist es entweder einen Backlink von deinem Blog abzustauben, um die Positionierung der eigenen Webseite bei Google zu stärken, oder deine Leser auf seinen Blog oder Verkaufsseite zu locken. Auf jedem Fall geht es darum mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen.

Spam-Kommentare entstehen auf verschiedene Weisen:

1. Backlink

Ein anderer Blogger oder Blog Leser hinterlässt einen Kommentar mit dem Ziel, die eigene Website oder den eigenen Blog zu verlinken und einen Backlink zu kassieren. Der Spammer schreibt als echte Person in deinen Blog und verlinkt eine Seite im Kommentar oder unter seinem Nutzernamen.

2. Spam-Bots

Der Spam wird automatisiert von Skripten und Programmen verursacht und mit Hilfe eines SpamBot in deinen Blog geschrieben. Bei automatischem WordPress Spam werden Spam Kommentare in tausenden Blogs hinterlassen. Diese erkennt man meist an der englischen Sprache ohne Sinn und Bezug zum Inhalt deiner Blog Artikel und einer hohen Anzahl von Links im Kommentar. Es funktioniert vor allem dann gut, wenn es kein Antispam Plugin vorhanden ist. Es kann nämlich automatischen Blog Spam relativ leicht erkennen.

3. Trackback

Der Spam kommt über eine Erwähnung deines Blogs auf einem anderen Blog als Trackback (falls diese Funktion aktiviert ist) in deine Kommentare.

4. Vertrauensbonus

Falls du in den Einstellungen die Option gewählt hast, dass du Nutzern vertraust, die bereits ein genehmigten Kommentar geschrieben haben, kann es leicht passieren, dass diese freigeschaltete Nutzer deinen Vertrauensbonus ausnutzen.

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Wie erkennst du Spam?

Mit der Zeit erkennt man Spam sehr gut. Man sollte folgende Signale beachten:

  • Sprache: Bei allen Kommentaren in anderen Sprachen als deine Blog-Sprache ist es höchstwahrscheinlich Spam.
  • Link in Kommentaren: Wenn sich ein Link in einem Kommentar befindet, geht es meistens um Spam oder Linkbuilding. Sehen Sie sich den Link genauer an, ohne gleich darauf zu klicken. Es kommt auch darauf an, auf welche Seite der Link verweist.
  • Webseite des Kommentator: Die URL des Kommentators, falls eingetragen sollte auf seine Webseite hinweisen. Achte darauf, ob es nicht stattdessen Spamlinks stehen. Klicke aber nicht gleich drauf! Die verlinkte Website oder der verlinkte Blog sollte außerdem grob zu deiner Zielgruppe passen.
  • Werbebotschaften statt Links: In manchen Kommentaren werden zwar keine Links, dafür aber Werbebotschaften untergebracht. Solche Kommentare solltest du löschen.
  • Ist der Name im Kommentarfeld ein echter Name? Bei einem Spam-Kommentar werden häufig sogenannte „Money Keywords“ wie beispielsweise „SEO“ bei einem SEO Blog verwendet.
  • Ist der Kommentar sinnvoll? Bezieht sich der Kommentar nicht auf den Artikel oder es wurde nur ein „Toller Beitrag“ oder „Interessanter Artikel“ hinterlassen, dann sind das klare Anzeichen für manuellen WordPress Spam.
  • Wurden einzelne Wörter im Kommentarfeld verlinkt? Auch mehrere Backlinks im Kommentar deuten auf manuellen Spam hin und können in der Regel gelöscht werden.
  • Selber Wortlaut bei verschiedenen Beiträgen sind ganz klare Fälle von Spam

Spam-Kommentare – was jetzt?

Nicht jeden Spam-Kommentar muss man sofort löschen. Es gibt auch Kommentare, die sinnvoll sind, aber trotzdem eindeutig zum Linkaufbau dienen. Wie also Spam-Kommentare behandeln?

  • Kommentare als Spam markieren: Kommentare, die eindeutig Spam sind, markierst du als Spam, weil dadurch filtert WordPress bei einem erneuten Spam-Versuch den Kommentar gleich aus.
  • Falls du dir nicht sicher bist, ob sich um ein Spam handelt, kannst du den Kommentar löschen ohne ihn als Spam zu markieren.
  • Links aus Kommentaren löschen: ist der Kommentar grundsätzlich in Ordnung, enthält aber einen verdächtigen Link, kannst du den Link löschen und den Kommentar freischalten.
  • URL beim Nutzer löschen: Ähnlich wie oben, falls die URL des Nutzers zum Beispiel auf eine Verkaufsseite verlinkt, der Kommentar ist aber gut, kannst du den Link im Kommentator-Profil löschen und den Kommentar freischalten.

Wie kannst du Spam-Kommentare verhindern?

1. Die Grundeinstellungen im WordPress entsprechend anpassen

Unter Einstellungen -> Diskussionen im WordPress Backend findest du folgende Standardeinstellungen für Beiträge:
  • Versuche, jedes in Beiträgen verlinkte Weblog zu benachrichtigen (verlangsamt das Veröffentlichen). (Das Aktivieren lohnt sich, wenn man in seinen Beiträgen öfter Bezug auf andere Blogs nimmt. Ansonsten deaktivieren!
  • Erlaube Link-Benachrichtigungen von anderen Weblogs (Pingbacks und Trackbacks): Das kannst du aktivieren und beobachten, was passiert.
  • Erlaube Besuchern, neue Beiträge zu kommentieren: Wenn du die Kommentarfunktion anbieten willst, sollst du das Kästchen aktivieren. Prinzipiell sind Kommentare etwas Positives, denn sie zeigen ein Engagement mit deinen Inhalten und das wird von Google honoriert.
  • Benutzer müssen zum Kommentieren Name und E-Mail-Adresse hinterlassen: Ja, empfehlenswert.
  • Benutzer müssen zum Kommentieren registriert und angemeldet sein: Nein.
  • Bevor ein Kommentar erscheint, muss der Kommentar manuell bestätigt werden: Unbedingt anhaken, ansonsten läuft der Blog voll mit Spam
  • Bevor ein Kommentar erscheint, muss der Autor bereits einen genehmigten Kommentar geschrieben haben: Niemals aktivieren, da dies missbraucht werden kann.

2. Antispam Plugins für WordPress nutzen

Plugins minimieren den Aufwand, den es ansonsten kosten würde, Spam-Kommentare zu löschen.
  • Akismet: Mit mehr als 30 Millionen Downloads gehört Akismet zu den populärsten Anti Spam Plugins für WordPress. Es ist aber aus 2 Gründen nicht mehr empfehlenswert. Akismet ist nicht wirklich kostenlos und mit dem Datenschutzgesetz nicht konform.
  • AntiSpam Bee Plugin: Mit rund 1 Millionen Downloads gehört Antispam Bee zu den bekanntesten Antispam Plugins im WordPress. Es hat zwar keine Spracherkennung mehr, macht aber trotzdem noch einen guten Job. Das Plugin wird seit 2009 aktiv weiterentwickelt und bietet rund 20 Funktionen, die untereinander kombinierbar sind. Es werden auch keine personenbezogenen Daten gespeichert. Antispam Bee ist kostenlos und werbefrei.
  • Google Captcha Plugin: Hier kann Google erkennen, ob es sich um einen echten Nutzer oder einen SpamBot handelt.
  • CleanTalk: Ein relativ unbekanntes Anti Spam Plugin. Es schützt deinen Blog nicht nur vor einem Spam-Kommentar, sondern auch vor unerlaubten Anmeldungen, Kontaktformular Spam oder auch Spam Registrierungen.

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