Menschen kommunizieren miteinander und vertreten ihre Meinungen nicht nur im realen Leben, sondern auch in der digitalen Welt. Social Web lebt von Diskussionen, und dies meist in Form von Kommentaren. Egal, ob auf dem privaten Blog, dem Corporate Blog, in Online-Magazinen oder sozialen Plattformen wie Facebook & Co. – Inhalte werden durch die Interaktion ihrer Leser und somit vor allem durch Kommentare lebendiger.

Wer als Unternehmen oder Privatperson einen Blog betreibt, oder in Social-Media Kanälen aktiv ist, möchte gesehen, gehört und anerkannt werden. Das drückt sich entweder durch Social Signals, wie Tweets oder Likes aus, durch Erwähnungen in anderen Artikeln oder auch durch Blog-Kommentare. Je mehr Menschen deine Beiträge lesen, desto mehr wird auch kommentiert.

Wie man auf dieses Feedback, das ja nicht immer nett, lieb und zuvorkommend ist, dann wiederum selbst reagiert, kann die weitere Zukunft des eigenen Projekts stark beeinflussen.

Eine grundsätzliche Haltung zum Thema Kommentare und Feedback

Mache dir bewusst, was für ein Ziel du verfolgst, in dem du aktiv in deinen verschiedenen Social Media Kanälen und in deinem Blog bist. Falls du etwas bewirken willst, solltest du an einer hohen Rate an Interaktionen und an einer breiten Reichweite deines Tuns interessiert sein.

Und warum? Weil alle Netzwerke und auch Google ziehen die Interaktionsrate als Merkmal heran, ob es sich lohnt, deinen Beitrag zu zeigen oder nicht. Über den Blog sollten Keywords und Themen platziert werden, die das Potential haben, das Ranking deiner Webseite in den Suchmaschinen zu erhöhen. Zudem soll der Blog deinen Lesern Inhalte mit Mehrwert bieten, der über den normalen Website-Inhalt hinaus geht. Deine Leser können ja zu deinen Kunden werden!

Als Blogger ist es besonders wichtig, direkt mit den Besuchern deines Blogs zu kommunizieren, Kontakte zu pflegen, Netzwerke aufzubauen und zu unterhalten. Die Community kann sich zwar auch nur untereinander austauschen, dann fehlt aber jemand, der den Ton angibt.

Es gibt 4 Gruppen von Kommentaren

Es gibt verschiedene Arten von Kommentaren. Deine Reaktion sollte grundsätzlich davon abhängen zu welcher Gruppe ein Kommentar gehört.

1. Positives Feedback

Antworte gerne und gehe mit den Nutzern in den Dialog. Andere Nutzer werden zusätzlich auf die positive Rückmeldung aufmerksam. Bedanke dich immer beim Leser, zeig ihm, dass du in deinem Blog aktiv und dankbar für seinen Lob bist.

2. Linkbuilding -Kommentare

Wir wissen alle, dass ein Großteil der Blog-Kommentare mittlerweile geschrieben werden, um einen Link zu platzieren. Und das obwohl jedem zunehmend klar wird, dass Google weiß diesen Links die richtige (also nicht so große) Wertung zu geben.

Wie sollst du also auf reine Linkbuilding-Kommentare reagieren? Zuerst müsstest du sie überhaupt erkennen können, was nicht immer so einfach ist. Abgesehen von ganz klaren Fällen, wie: Super Beitrag. Danke! Und hier ist meine Webseite: www...... Andere, die schlauer geschrieben werden, lassen sich von „echten“ Kommentaren kaum unterscheiden. Deswegen reagiere einfach auf alle Kommentare! Auch Linkbuilding-Kommentare erfüllen ihren Zweck und füttern Artikel langfristig mit Keywords.

3. Kritische Kommentare, die konstruktive Kritik enthalten

Es gibt Kommentare, die nicht immer nett sind und dich und deine Tätigkeit kritisieren. Sie enthalten aber auch Gründe für diese Haltung dir gegenüber. Bei negativen Kommentaren musst du nicht in Panik verfallen. Denn mit überlegten Antworten zeigst du, dass du deine Kunden ernst nimmst und für sie da bist.

Vor allem reagiere nicht voreilig, weil du eine emotionale Reaktion wahrscheinlich bereuen willst. Man muß lernen den Impuls zu unterdrücken auf die Kritik emotional zu reagieren. Das kann nur nach hinten losgehen. Ein Shitstorm ist das letzte, was du wirklich brauchst. Er kann der Tod einer funktionierenden Webgemeinschaft bedeuten.

Nimm die Kritik immer auf! Die negativen Kommentare zu ignorieren oder sie zu löschen ist keine Lösung. Diskutiere sachlich mit dem Leser! Zeig dich nich verletzt und beleidigt, der Andere darf auch seine Ansichten haben und sie äußern. Hab keine Angst, dass dadurch dein Ruf zerstört wird. Sieh das viel mehr als eine Chance dich zu positionieren. Wenn du wie beleidigter Wurst reagierst, kannst du nur in den Augen deiner Leser verlieren. Wenn du siehst, dass der Leser richtig liegt und du Fehler gemacht hast, sag ihm das. So zeigst du dich stark. Niemand ist perfekt und so gewinnst du sicher Sympathie bei deiner Leserschaft. Die beste Reaktion ist Kritik aufnehmen und für sich zu nutzen. Das heißt entweder eigene Fehler zugeben und ausbessern oder dem Kommentierenden sachlich und ohne Emotionen erklären, warum man nicht seiner Meinung ist. Dadurch merken die Blog-Besucher, dass sie ernst genommen werden. Du hast hier die Gelegenheit, zu zeigen, dass du Kritik ernst nimmst und gut darauf reagierst. Am Ende kann für dich ein großer Gewinn stehen, weil dir negatives Feedback eine Chance eröffnet dich gut zu präsentieren. Zeige dich den Besucher gegenüber sehr offen und dialogbereit.

Eine Möglichkeit ist es, einfach mal nachzufragen, was denn mit dem negativen Kommentar gemeint war. Denn manchmal kommt etwas schräg, was eigentlich doch nicht so gemeint war. Du musst nicht perfekt sein, du musst nicht alles wissen. Zeige dich von der menschlichen Seite! Verschließe dich nicht, versuch immer Lösungen zu finden. Versuch dein Gegenüber zu verstehen. Besonders bei Facebook und bei Twitter ist die Schnelligkeit wichtig. Je schneller du bist, desto besseren Eindruck machst du. Stehe zu Deinen Inhalten, Aussagen und Produkten. Bleibe immer höflich, aber lass dich nicht verbiegen.

Sei transparent. Egal was du machst, mache es nicht heimlich. Wenn du einen Nutzer blockieren musst, sag dies – und begründe es. Wenn Du einen Beitrag löschst, dann sag auch warum. Gab es ein Problem? Dann zeige Lösungen auf.

4. Kritische Kommentare ohne wirklichen Inhalt

Kommentare von streitlustigen Leser, so genannten „Trollen“.

Es gibt einige Formen von Kommentaren, die wirklich ignoriert oder gelöscht werden sollten. Sie enthalten Beleidigungen, Provokationen, ausfallende, persönliche Beleidigungen, Hasskommentare oder unbegründete Anschuldigungen, aber nichts Konkretes. Als „Trolle“ werden Nutzer bezeichnet, die provozieren wollen, unproduktive und provokative Kommentare verfassen, die jegliche sachliche und konstruktive Diskussion unmöglich machen. Du kannst sie getrost löschen. Lass dich lieber nicht auf die fruchtlose Diskussion ein, gib den Trollen keinen Futter, das ist es, worauf sie scharf sind. Das ist insbesondere dann auch wichtig, wenn die Kommentare eine rechtliche Relevanz haben. Eine rechtliche Relevanz haben Kommentare immer dann, wenn ein Straftatbestand erfüllt wurde, zum Beispiel wenn andere bedroht oder beleidigt wurden. In diesem Fall bist du sogar als Betreiber der Facebook-Seite dafür verantwortlich, den Kommentar zu löschen. Du kannst auch den Nutzer zu sperren und bei Facebook zu melden.

strong>Sehr allgemein gehaltene negative Kommentare

Versuche zu erkennen, ob es sich um konkrete Kritik oder pauschales Meckern handelt. Es gibt ein Unterscheid zwischen Kritik oder Schimpfen. Mann kann auf provozierende Nutzerkommentar augenzwinkernd bis ironisch antworten. Humor ist oft ein gutes Mittel, aber nicht immer.

Du kannst dich auch dafür entscheiden solche Kommentare einfach stehen zu lassen und nichts tun. Manchmal hat es einfach keinen Sinn sich mit dem Leser auf eine Diskussion einzulassen.

5. Kommentar-Spam

Der Kommentarbereich deines Blogs kann auch für sogenannten Kommentar-Spam genutzt werden. Dieser Kommentar-Spam ist lästig und lässt deinen Blog ungepflegt aussehen. Du solltest Spam-Kommentare konsequent löschen. Du kannst auch Kommentare moderieren, also freischalten oder ein SPAM Filter installieren. Alternativ kannst du auch auf andere Kommentarsysteme zurückgreifen, die eine Registrierung erfordern.

Erstelle professionelle WordPress-Webseiten

kinderleicht und ohne Vorkenntnisse
Mehr erfahren »

Kommentarfunktion in Corporate-Blogs nutzen

Ein etwas anderes Thema ist ein Blog auf einer Business-Homepage. Hier sollte man ganz besonders sensibel mit Kommentaren umgehen. Der Imageschaden muss vermieden werden. Und wieder wie oben: sich vor der Reaktion auf unangenehme Kommentare nicht drücken, es sieht sehr unprofessionell aus.

Reagiere gelassen und so schnell wie möglich. Versuche Kritik aufzunehmen und darüber sachlich zu diskutieren. Bedanke dich auch immer für Lob. Wenn man mit eigenen Kunden zu tun hat, sollte man auf jede Kritik so konstruktiv wie möglich reagieren. Auch wenn der Kunde im Unrecht ist, darf man ihn nicht angreifen, sondern konstruktiv und ohne Emotionen die eigene Sicht schildern.

Kommentare moderieren oder nicht?

Du kannst die Kommentare auch moderieren, das heißt, dass du entscheidest, ob die Kommentare veröffentlich werden oder nicht. So kannst du besonders kritische Kommentare, Werbung oder üble Kritik stoppen noch bevor sie online zu sehen sind. Was wie eine perfekte Lösung aussieht, hat dennoch seine Nachteile. In einem gut funktionierenden Blog bremst die Moderation eine Diskussion. Die Besucher sind wahrscheinlich nicht bereit tagelang auf die Veröffentlichung der Kommentare zu warten und die Diskussion stockt.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen