Die meisten Blogger erhalten einen Großteil ihres Traffics von Google. Vielen ist gar nicht bewusst, was für das Traffic-Wunder Pinterest für sie machen kann. Aus dem Grund möchte ich dir mehr davon erzählen.

Was ist Pinterest?

Obwohl Pinterest oft als ein soziales Netzwerk beschrieben wird, ist er in Wirklichkeit eine Suchmaschine, und zwar die zweitgrößte Suchmaschine nach Google. Anders als Facebook, Twitter oder Instagram verbindet Pinterest nicht Menschen mit Menschen, sondern Menschen mit Ideen. Man findet dort mehr als 100 Milliarden Ideen auf mehr als 2 Milliarden Pinnwänden.

Der Name setzt sich aus den englischen Worten „(to) pin“ (für anheften oder pinnen) und „interest“ (für Interesse) zusammen, was gleichermaßen auch die Funktion erklärt (Pin + Interest = Pinterest).

Nutzer können Pinnwände erstellen, an die sie mit Beschreibungen versehene Bilder anheften. Andere User können diese dann teilen, liken oder kommentieren. Der Sinn des Ganzen ist ein Austausch über besondere Hobbys und Interessen. So kannst du deine Interessen teilen und Gleichgesinnte finden.

Wer nutzt Pinterest?

Den 2009 in Kalifornien gegründeten Dienst nutzen inzwischen mehr als 250 Millionen Menschen weltweit. Alleine in Deutschland gibt es geschätzt 4 Millionen Nutzer (Anfang 2018). Das Klischee, dass sich auf Pinterest nur Hausfrauen und Freizeitköche herumtreiben, ist schon längst überholt.

Mit so vielen Nutzern weltweit ist Pinterest als Traffic-Quelle auch für Unternehmen und Online-Marketer interessant geworden. Blogger, Content Creator und viele Unternehmen nutzen schon Pinterest. 75% der Inhalte kommen aus professionellen Quellen, von Publishern oder Influencern. Content Creators können sich auf Pinterest inspirieren lassen. Es wird auch zu dir viel Traffic über Pinterest fließen, jedoch unter einer Voraussetzung: du darfst keine halben Sachen machen, dein Bestes geben und Geduld haben. Also eigentlich genau gleich wie immer: Beständigkeit zahlt sich aus.

Wie funktioniert Pinterest?

Pinterest erfüllt seine Suchmaschinen-Funktion, indem er dem User die bestmöglichen Ergebnisse, entsprechend seiner Suchanfrage, liefert. Anders als bei Google & Co steht hier das visuelle Erlebnis im Fokus. Sowohl die Inhalte auf Pinterest, als auch jeder beliebiger Inhalt aus dem Web können in einen Pin verwandelt und angepinnt werden. Die Pins können thematisch geordnet und sortiert werden.

Wie funktioniert Pinterest Marketing für Unternehmen?

Aus Marketingsicht kann Pinterest am besten als “visuelle Linksammlung und Suchmaschine“ beschrieben werden. Über veröffentlichte Inhalte generieren Unternehmen Reichweite und Traffic für Webseiten. Aus Nutzersicht steht eine virtuelle Inspirationsquelle im Vordergrund. Pinterest Nutzer teilen unter sich Bilder, die jeweils mit einer URL verbunden sind. Je mehr Bilder also von einer Marke oder einen Unternehmen auf Pinterest geteilt wird, desto mehr Verlinkungen zu Webseiten entstehen. Über Bilder wird auch unmittelbar die Markenbekanntheit unterstützt. Unternehmen können über Pinterest Marketing auch gezielt Neukunden an ihre Marke und Produkte heranführen.

Pinterest wird dabei als Teil einer Social Media Strategie gesehen. Deswegen sollte hier ein Zusammenspiel mit anderen Social Media Kanälen, Webseiten und Newslettern entstehen.

Pinterest hat positive Auswirkungen auf die Google Suche. Pinterest Inhalte werden auch in der Bildersuche gelistet. Wenn Inhalt und Beschreibung ansprechend wirken, klicken die Nutzer auf den Link in der Beschreibung.

Aufbau von Reichweite auf Pinterest

Die Reichweite für Unternehmen und Produkte auf Pinterest entsteht nicht dadurch, dass Nutzer die Unternehmensprofile besuchen. Wie auf Facebook lassen sich die Nutzer durch Inhalte inspirieren, die in ihrem persönlichen und individuellen Pinterest Feed erscheinen.

Pinterest vs. Instagram

  • Beide sind sehr bildlastige Netzwerke
  • Die Halbwertszeit von Instagram Fotos ist deutlich geringer, als bei einem Pin auf Pinterest.
  • Instagram ist ein sehr persönliches Netzwerk, Pinterest funktioniert auf Basis von gesammelten und geteilten Inhalten.
  • Bei Instagram steht die persönliche Beziehung im Vordergrund. Bei Pinterest geht es um persönliche Interessen.
  • Bei Pinterest geht es um Traffic, da jeder Pin mit einer URL verknüpft ist, bei Instagram dagegen geht es eher um Branding und Interaktionen.

Was ist ein Pin-it-Button?

Pin-it-Button ist eine praktische Browsererweiterung, die dir dabei hilft Inhalte aus dem Internet auf einer deiner Pinnwände oder Boards anzuheften. Es gibt ihn kostenlos für alle gängigen Browser: https://help.pinterest.com/de/articles/all-about-pinterest-browser-button.

So kannst du ganz einfach beim Surfen über den Pin-it-Button jedes gewünschte Element auswählen, um ihn zu merken.

Die wichtigsten Pinterest-Begriffe

1. Pin

Der Pin entspricht dem „Gefällt mir“ bei Facebook oder dem „Like“ bei Twitter. Ein Pin ist dabei stets an die Webseite gekoppelt, auf der der gemerkte Inhalt liegt. Die Pins sind also eine Art virtuelles Lesezeichen. Ein Pin ist, in der Regel, in einem Foto verpackter Inhalt aus dem Internet. Wird ein solcher Pin dabei neu erstellt, so handelt es sich um einen ursprünglichen oder auch originären Pin.

2. Repins

Wird ein ursprünglicher Pin von anderen Nutzern in Pinterest geteilt, so spricht man von einem Repin. Dieser Vorgang ist übrigens auch möglich, wenn es sich um Inhalte handelt, die außerhalb von Pinterest stammen. So lässt sich jedes x-beliebige Bild, das du online findest, auf deinen Pinnwänden repinnen. Hast du einen ursprünglichen Pin in Pinterest platziert, so werden dir daneben auch die Anzahl der Repins angezeigt, so wie die „Shares“ auf Facebook oder die „Retweets“ auf Twitter.

3. Pinnen

Der Vorgang, sich einen Pin zu merken. Analog zum „liken“ zu versehen.

4. Pinnwand (engl. Board)

Eine Plattform, auf der die Pins landen, wenn sie „gemerkt“ werden. Du wählst also immer eine entsprechende Pinnwand, wohin dein Pin hin soll. Wenn du mehrere Pinnwände hast, kannst du sie entsprechend thematisch sortieren.

Die Pinnwand lässt sich außerdem noch optimieren, indem man einen treffenden Titel oder eine Beschreibung hinzufügt. So wird den Nutzern klar, was sie erwartet.

5. Secret Boards

Du kannst deine Boards auch für die Öffentlichkeit unsichtbar machen. Die Inhalte werden dann nur dir zugänglich gemacht. Diese Funktion kannst du entweder in den Einstellungen einer bestehenden Pinnwand auswählen oder bei der Erstellung eines neuen Boards das entsprechende Häkchen setzen.

6. Shared Boards

Eine Pinnwand (ein Board) können sich auch mehrere Nutzer teilen und Pins anheften. Dann spricht man von einem sogenannten „Shared Board“, also einer geteilten Pinnwand. Auch diese Einstellung lässt sich bei Bearbeitung oder Neuerstellung eines Boards festlegen und betrifft auch die „Secret Boards“.

7. Öffentliches Board

Wählst du in deinen Einstellungen keine besonderen Optionen, gilt deine Pinnwand automatisch als öffentliches Board, das von jedem Nutzer eingesehen werden kann. Die Pins hinzufügen und bearbeiten kannst aber natürlich nur du selbst.

8. RichPins

Das sind Pins, bei denen weitere Details gespeichert werden, wie zum Beispiel die Meta Description oder der Titel der Zielseite. Aus dem Grund haben RichPins viel größere Chancen auf Repins – und somit eine höhere Wahrscheinlichkeit, viral zu gehen. Sie können aber nur von Unternehmensprofilen erstellt werden.

9. Startfeed / Startseite / Stream

Startfeed ist das, was dir beim Aufrufen der Pinterest-Webseite angezeigt wird. Vergleichbar mit der Timeline in Facebook. Du siehst mehrere Pins, die dir gefallen könnten. Die Einschätzung basiert auf deinen vergangenen Interaktionen. Es handelt sich hier sowohl um Pins, die inhaltlich mit deinen Interessen übereinstimmen, wie auch Pins von Nutzern, denen du folgst.

10. Likes

Neben „Merken“ kannst du auch bei Pinterest Bilder „liken“. Diese werden in einer sogenannten „Likeliste“ gesammelt.

11. Following

Du kannst den Profilen folgen, die dir gefallen, um entsprechende Inhalte zu finden. So bekommst du in deinem Startfeed automatisch neue Pins aus diesen Profilen und darüber hinaus merkt sich Pinterest, was dich interessiert.

Dabei ist es nicht notwendig einem Nutzer vollständig zu folgen. Du kannst auch nur einzelnen Pinnwänden folgen.

12. Follower

Follower sind diejenige Menschen, die dir folgen. Für Marketingzwecke sind Follower natürlich von entscheidender Bedeutung. Deswegen solltest du deine Pins thematisch gut sortieren und regelmäßig interessante Inhalte veröffentlichen. Je mehr Follower, umso mehr Chancen auf Repins hast du.

Pinterest wird unterschätzt

Tatsächlich habe ich lange überlegt, welche Social Media Kanäle ich für Videokurse TV nutzen werden. Bis vor kurzem war ich der vollsten Überzeugung, dass Youtube, Facebook und Instagram die perfekte Lösung ist. Seit ich mich jedoch mit dem Thema Langlebigkeit beschäftigt habe wurde mir schnell klar, dass weder Facebook, noch Instagram, langfristig eine gute Idee ist. Denn von den beiden Plattformen bekommt man zwar temporäre Klicks, jedoch spielen alte Inhalte überhaupt keine Rolle mehr und man erstellt Inhalte immer nur für den Moment.

Auf Pinterest ist alles anders, denn hier sind Inhalte auch noch nach Jahren aktuell, wenn nicht sogar noch interessanter. Über die Pins wirst du noch Jahre später von Klicks profitieren, was bei Facebook & Instagram leider nicht der Fall ist.

Also überlege dir gut, welche Social Media Plattformen zu dir passen. Zu Videokurse TV passt in meinen Augen Youtube und Pinterest wie die Faust aufs Auge.

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