Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein sehr breites Thema. Im Grunde genommen geht es aber um eins: gute Platzierungen in den Ergebnislisten von Suchmaschinen. Und warum? Ganz einfach: die Ergebnisse auf der ersten Seite werden am häufigsten geklickt, die auf der zweiten oder dritten Seite finden eventuell auch noch Beachtung, und das war’s. Wer weiter hinten erscheint kann Besucher von Google & Co vergessen.

Als Blogger sich zu viel mit SEO auseinander zu setzen, wäre ein Fehler, vor allem, wenn die Qualität deiner Artikel darunter leiden würde. Hilfreich ist es aber ein paar Grundstrategien zu beherrschen und in deinen Blogging-Alltag einzubauen.

Woraus besteht SEO?

Grob gesagt gibt es zwei Arten von Maßnahmen, die man bei SEO ergreifen kann:

  • solche, die man auf der eigenen Webseite anwendet (Onpage SEO)
  • solche, die man außerhalb der eigenen Webseite anwendet (Offpage SEO)

Einige davon werden wir uns jetzt näher anschauen:

1. Linkbuilding (Offpage SEO)

Laut aktuellen Statistiken beeinflussen Backlinks die Sichtbarkeit einer Webseite zu 42%. Setzt du zum Beispiel die Meta-Beschreibung richtig ein, beeinflusst dies das Ergebnis um 0,5% – 2%!

Das Ziel des Linkbuildings ist, dass andere, qualitativ vollwertige Webseiten auf deinen Blog verlinken. Diese Links auf deinen Blog heißen „Backlinks“. Warum ist es so wichtig für die Suchmaschinenoptimierung? Die Aufgabe der Suchmaschinen ist es dem Benutzer genau das zu liefern, wonach er sucht. Je mehr Links auf deinen Blog verweisen, desto mehr ist Google & Co davon überzeugt, dass dein Blog wichtig und interessant ist und platziert deine Webseite weiter oben bei den Suchergebnissen.

Linkbuilding lässt sich mit verschiedenen Mitteln betreiben. Du kannst Gastartikel schreiben, gute Texte verfassen, die von anderen verlinkt werden, deine Beiträge auf SocialMedia posten, und vieles mehr.

Aber wann ist ein Backlink nun „qualitativ“ hochwertig?

  • Thematisch sind die beiden Webseiten verwandt.
  • Der Link wurde inmitten eines hochwertigen Texts gesetzt.
  • Von dieser Webseite gehen nicht sehr viele Links aus.
  • Der Ankertext ist sinnvoll.

Würde eine unseriöse Webseite, die mehrmals von Google abgestraft wurde und sich mit ganz was anderem als deine Webseite beschäftigt auf deine Webseite verlinken, kann dies negative Auswirkungen haben.

Es gibt noch Backlinks, die nichts nutzen, wie:

  • Wir verlinken unsere Webseiten gegenseitig (außer, beide schreiben Gastartikel).
  • Verlinkung auf einer Seite mit wenig Text (zum Beispiel „unsere Partner“).
  • Andere Blogs zu kommentieren, um Links zu bekommen.
  • Anmeldung in Webverzeichnissen (da diese Webseiten unzählige Links nach außen haben).

2. Onpage SEO für deinen Blog

Es gibt eine Menge Dinge, die du tun kannst, um dein Ranking bei den Suchmaschinen zu verbessern. Einen Haufen Keywords in deine Texte zu packen funktioniert nicht so gut, also solltest du dir andere Strategien überlegen.

Sorge dafür, dass deine Webseite möglichst kurz ladet.

Ladet dein Blog schnell, hast du mehr Besucher. Logisch - heutzutage bringen die Wenigsten die Geduld mit, minutenlang darauf zu warten bis eine Webseite sich aufbaut.

  • Achte auf die Größe deiner Bilder! Wenn dein Theme Bilder mit einer bestimmten Breite anzeigt, macht die Verwendung von größeren Bildern den Blog unnötig langsamer. Ändere die Bildgröße bevor du die Bilder hochlädtst, oder installiere auf deinem WordPress Blog das Plugin Imsanity, das deine Bilder automatisch verkleinert, falls sie zu groß sein sollten.
  • Ein Caching Plugin kann auch sehr hilfreich sein, dein Blog wird beim Caching zwischengespeichert und muss nicht jedes Mal komplett neu geladen werden. Für WordPress gibt es unzählige Plugins, die das für dich erledigen. Zum Beispiel W3 Total Cache.
  • Ebenfalls mit einem Plugin (z.B. BJ Lazy Load) kann man bewirken, dass Bilder erst dann geladen werden, wenn sie sich (für den Besucher) im jeweils sichtbaren Bereich der Webseite befinden.

Responsive Theme/Template

Sorge dafür, dass das Template/Theme deines Blogs responsiv ist, d.h. auf allen Geräten einwandfrei läuft und sich gut präsentiert. Sollte dies nicht zutreffen, musst du es schnellst möglich ändern. Sonst gehen dir eine Menge Besucher, die Smartphones bevorzugen, durch die Lappen.

Permalink-Struktur

Einer der ersten Schritte bei der Erstellung eines Blogs ist die Permalink-Struktur so zu verändern, dass der Link eine „sprechende URL“ wird. Das bedeutet, dass die URL deiner Blogartikel nicht aus Zahlen bestehen sollte, sondern Text beinhalten soll. Im Optimalfall dein Keyword.

Aber Achtung: wenn du die Struktur im Nachhinein umstellst kann es sein, dass deine Links nicht mehr funktionieren und du eine Umleitung einrichten musst.

Blogbeiträge optimieren

Das Optimieren deines Contents fängt bei jedem neuen Blogartikel immer wieder von vorne an. Um es richtig zu machen musst du zuerst verstehen, wie Google „tickt“. Die Suchmaschine möchte dem Suchenden das perfekte Ergebnis liefern. Und wo soll sie es finden? Logisch! In deinem Blogartikel. Daraus ergeben sich 2 Schlussfolgerungen:

  • Schreibe für deine Leser und nicht für die Suchmaschinen! Wenn dein Text von den Keywords überquillt, dadurch unnatürlich und komisch wirkt, wird ihn sowieso niemand lesen wollen.
  • Löse das Problem, bzw. beantworte die Frage deiner Leser! Die Menschen googeln meistens nach Antworten oder Problemlösungen. Das Problem deiner Leser zu lösen oder ihre Fragen zu beantworten ist die beste Suchmaschinenoptimierung.

Umgang mit Keywords

Jetzt beantworten wir uns die Frage, wie du mit den Keywords vorgehen sollst. Überleg dir, worum es in deinem Blogartikel geht, und schreib dieses Wort (oder die Phrase) auf. Ein bis zwei Keywords pro Artikel reichen. Es soll aber spezifisch sein. Jetzt baust du es an verschiedenen Stellen deines Blogartikels ein.

Dein Keyword einfach in das richtige Feld deines SEO-Plugins zu schreiben reicht nicht aus. Es soll auch:

  • im Titel deines Blogartikels stehen
  • im Permalink: Du kannst nicht nur die generelle Struktur deines Permalinks anpassen, sondern auch den Permalink jedes einzelnen Artikels. Der aktuelle Permalink wird dir unter dem Titel des Blogartikels angezeigt. Du klickst auf „Bearbeiten“ und baust dein Keyword ein.
  • bei den Bildern: Google kann natürlich nicht sehen, was auf deinen Bildern zu sehen ist. Die Suchmaschine „liest“ stattdessen den ALT-Text. Damit dein Bild trotzdem in der Bildersuche erscheint, musst du es ändern. Beschreibe also was auf dem Bild zu sehen ist und vergiss nicht, dein Keyword einzubauen. Oder nimm einfach den Titel deines Blogartikels. Du kannst auch die Dateinamen der Bilder ändern bevor du sie in dein Blog hoch lädst. Und hier wieder: Keyword nicht vergessen! Verwende Bindestriche um einzelne Wörter zu trennen, denn die sind für Google wie ein Leerzeichen. Den Dateinamen kannst du nachträglich nicht ändern. Das optimale Bildformat für die Google Bildersuche ist 4:3. Du solltest also darauf achten, dass du zumindest ein Bild (z.B. dein Artikelbild) in diesem Format eingebunden hast. So wird es in der Bildersuche nicht beschnitten. Sobald du dein Bild in WordPress eingefügt hast, kannst du es noch bearbeiten und auch noch das Feld „Bildtitel-Attribut“ ausfüllen. Der Text wird sichtbar, wenn man mit der Maus über das Bild fährt.
  • im Meta-Text deines Blogartikels: Eine gute Meta-Description kann die Klickrate in den Suchergebnissen deutlich steigern und sorgt für mehr Besucher von Google. Deshalb ist es wichtig eine informative und attraktive Meta-Description für jeden Artikel zu haben. Diese sollte sich auch unterscheiden und auf den jeweiligen Artikel konkret eingehen. Du solltest in deinem WordPress Blog unbedingt ein SEO Plugin, wie das Yoast SEO, verwenden. Mit Hilfe dieses Plugins kannst du bestimmen, wie dein Blogartikel bei Google angezeigt wird, indem du das „Snippet“ oder die „Metabeschreibung“ (darunter versteht man dasselbe) änderst. Der Titel und der Permalink werden automatisch übernommen – genauso wie die ersten Zeichen bei der Beschreibung. Du kannst die Zeilen bearbeiten und kurz zusammenfassen, worum es in deinem Blogartikel geht – und so einmal mehr dein Keyword einbauen!
  • mehrmals im Text: Baue dein Keyword öfters in den Text und Zwischenüberschriften ein. Vor alle am Anfang des Artikels. Achte aber darauf, dass es nicht unnatürlich wirkt. Ein unlesbarer Text wird von Suchmaschinen nicht gerne gesehen. Ein Keyword muss nicht immer im gleichen Wortlaut verwenden werden, Mehrzahl oder sogar Synonyme sind okay.

Strukturierung von Texten

Deine Leser und die Suchmaschinen sind der gleicher Meinung: sie bevorzugen Texte, die leicht lesbar, gut strukturiert und abwechslungsreich gestaltet sind. Du kannst folgendes tun:

  • verwende Aufzählungszeichen für Aufzählungen
  • verwende Zwischenüberschriften um durch den Text zu leiten – nimm die vorgegebenen Formatvorlagen dazu („Überschrift 1“, „Überschrift 2“, usw.)
  • baue Bilder, Videos etc. ein, um den Text aufzulockern

Das war’s fürs Erste. Es gibt noch tausend weitere Tipps für die optimale Suchmaschinen-Optimierung, doch damit bist du schon Mal gut bedient.

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