WooCommerce ist eines der führenden kostenlosen Open-Source Shopsysteme, dass auf der Grundlage von WordPress arbeitet. Das WooCommerce-Plugin verwandelt deine WordPress-Website in einen vielseitigen Online Shop. Kein Wunder also, dass Automatic, die Firma hinter WordPress, dieses Plugin offiziell ins eigene Portfolio aufgenommen hat.

WordPress und WooCommerce – ein praktisches Duo

Streng genommen ist WooCommerce keine eigenständige Shop-Software, sondern nur ein Plugin für WordPress. WordPress ist eines der weltweit meist genutzten Content-Management-Systeme, dessen Funktionen mit Plugins, wie WooCommerce, erweitert werden können. Das System kann schnell und einfach installiert und eingerichtet werden. Des Weiteren kann man es einfach mit Plugins erweitern.

WooCommerce kommt aus Amerika und ist für den deutschen Markt nicht vorbereitet. Mittlerweile gibt es aber kostenlose (WooCommerce Germanized) als auch kostenpflichtige (WooCommerce German Market) Lösungen für den deutschen Markt.
Laut eigenen Angaben, verwenden 39% aller Shop-Systeme WooCommerce.

Ein Vorteil ist, dass man hier, im Gegensatz zu manchen eigenständigen Shop-Systemen, ein CMS-System dabei hat. Zu den Grund-Funktionen gehören zum Beispiel Download-Produkte, Gast-Bestellungen, Gutscheine, Upselling, Produktbewertungen, Sonderangebote, Eigenschaften, Statistiken und gängige Zahlungsarten sowie übliche Versandarten. Des Weiteren sind auch Affiliate-Produkte anlegbar. Man kann auch zwischen der Anrede Sie oder Du unterscheiden.

Vorteile von WooCommerce

  • WooCommerce ist kostenlos erhältlich…und mit zwei Klicks installiert.
  • Für WooCommerce gibt es rund 320 Erweiterungen. Das mag, im Vergleich zu teuren Shop-Lösungen wie Magento oder Shopware, wenig sein. Allerdings fallen unter den Erweiterungen die wichtigsten Funktionen und viele Plugins sind kostenlos.
  • Als Basis dient eine mächtige Blog-Software: WordPress. WooCommerce ist perfekt in WordPress eingebunden.
  • WooCommerce bietet gute Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung.
  • Das Plugin wird ständig durch die Community weiterentwickelt.
  • Man benutzt vorhandene professionelle WooCommerce Templates (z.B. von Themeforest) oder man entwickelt (bei entsprechendem technischen Verständnis) ein eigenes Theme.
  • Aktuelle Themes sind alle responsive, d.h. sie passen sich an alle Endgeräte an.
  • WooCommerce ist sehr flexibel, mit den richtigen Plugins lässt sich das Maximum herausholen.
  • Perfekt für Startups, die gerne Kosten sparen möchten.
  • Volle Kontrolle: mit den notwendigen Kenntnissen kann man alles anpassen und umschreiben, direkt im Code.
  • Plugins, wie WPML, ermöglichen die Übersetzung des gesamte Shops.
  • Sehr gute Einstellungsmöglichkeiten vorhanden. Farben, Größen und andere Attribute können problemlos hinzugefügt werden. Die Optionseinstellungen sind sehr praktisch, da sie – einmal angelegt – für alle Produkte verfügbar sind. Das spart viel Zeit bei der Produkterstellung.
  • Es können eigene Artikelnummern (SKU) jedem Produkt zugewiesen werden.
  • Bewertungssysteme können hinzugefügt werden.
  • Standard-Bezahloptionen wie Überweisung, Scheck, Lastschrift, Rechnung, per Nachnahme und PayPal sind vorhanden. Weitere Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarte sind durch Plugins erweiterbar.
  • Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Warenkorbrabatt, Produktrabatt, kostenloser Versand uvm.
  • Versandraten und Zonen können beliebig eingestellt werden. Es gibt auch Erweiterungen, die sich Preise von UPS, DHL und Co. automatisch holen.
  • Einstellungen mit verschiedenen Steuersätzen sind kein Problem (z.B. 7% und 19%).
  • Der Lagerbestand kann vom System erfasst werden. Ist der Lagerbestand niedrig oder ein Produkt nicht mehr vorrätig, informiert einen das System automatisch.
  • Header-Bild- und Farbanpassung funktioniert ohne Programmierkenntnisse. Alternativ kann auch der Email-Typ gewechselt werden (z.B. HTML- oder Text-Mail).
  • Import und Export von Produktdaten sind möglich.
  • WooCommerce liefert aufschlussreiche Berichte über Bestellungen, Kunden, Steuern und Lagerbestände. Ebenso hilfreich ist das Einbinden von Google Analytics Erweiterung.
  • Bestellungen können als CSV-Datei ausgelesen und z.B. in Excel importiert werden.

Nachteile von WooCommerce

  • Funktioniert nicht ohne WordPress.
  • Die Performance kann durch das erweitern verschiedener Plugins beeinträchtigt werden.
  • Nur wenige Warenwirtschaftssysteme bieten eine Standard-Integration von WooCommerce an.
  • Der Fokus liegt leider komplett auf dem US-Markt. In Deutschland kann WooCommerce nur mit einer zusätzlichen Erweiterung betrieben werden, die diese Lücken schließt.
  • Marketing-Instrumente sind weniger der Mittelpunkt und müssen ebenfalls erweitert werden.
  • Schwierig für Einsteiger.
  • Support hauptsächlich auf Englisch.

Mein Fazit zu WooCommerce

WooCommerce ist ein Shop für Fortgeschrittene, der kaum Wünsche offen lässt, vorausgesetzt, dass alles perfekt aufeinander abgestimmt ist. Es gibt viele schöne und moderne Layouts. Der größte Vorteil, meiner Meinung nach, ist die Einbindung in WordPress. So sind „Shop“ und „Blog“ unter einem Dach, ohne ein Vermögen dafür ausgeben zu müssen.

WooCommerce ist für kleine bis mittlere Onlineshops durchaus eine gute Wahl. Es werden zwar nicht alle Funktionen der großen Shopping-Lösungen angeboten, die Grundausstattung ist aber eine solide Auswahl an wichtigen Funktionen.

WordPress und WooCommerce sind zwar kostenlos, umsonst lässt sich aber kein professioneller Online-Shop erstellen – zumindest ohne Programmierkenntnisse. Man benötigt neben Webspace und einer Domain vielleicht noch ein professionelles Theme und ein paar Plugins, von denen nicht alle kostenfrei sind.

WooCommerce ist unglaublich mächtig…

…und genau da liegt auch das größte Problem für Einsteiger. Was in klassischen Homepage-Baukästen bereits nahtlos integriert ist, muss hier mit relativ viel technischem Know-how eingerichtet werden. WordPress, Theme und Plugins müssen aufeinander abgestimmt sein, um böse Überraschungen zu vermeiden. Nur wer auf Premium-Themes und Plugins setzt, hat die Option auf direkten Support vom Hersteller. Das sollte immer vor dem Kauf geprüft werden. Ansonsten kann hier nur der Profi oder das zeitaufwendige Suchen in Hilfe-Foren helfen.

Das Hinzufügen von Produkten und die vielen Einstellungsmöglichkeiten lassen kaum Wünsche offen. Auch digitale Downloads oder Service-Leistungen können verwendet werden, also Produkte, bei denen kein Versand notwendig ist. Sollte mal was fehlen, gibt es meist eine Erweiterung dafür.

WooCommerce kann man auch für einen mehrsprachigen Shop verwenden. Dank Plugins, wie WPML, kann alles übersetzt werden. Das können die meisten Homepage-Baukästen leider nicht. Mit einem SEO-Plugin wie Yoast WooCommerce SEO kann man gute SEO Ergebnisse erzielen. Mehr über Yoast und andere nützliche Plugins für deinen WP Blog lese hier.

Wer absolute Flexibilität und Hersteller-Unabhängigkeit sucht, bekommt mit WooCommerce eine sehr mächtige E-Commerce Plattform.

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