„Veränderung ist die einzige Konstante im Leben“. Alles ändert sich, WordPress eingeschlossen, und wir müssen die Veränderung nicht fürchten, sondern uns anpassen: Themen, Seitenersteller und andere Plugins müssen ihren Weg mit Gutenberg finden, da es bald zu unserer Realität wird.“ – Ivica Delic

Du hast sicherlich schon von Gutenberg gehört. Es ist seit der Veröffentlichung der Beta-Version im Juni 2017 das Objekt der Aufmerksamkeit. Gutenberg ist der Codename für den neuen Post Editor in WordPress 5.0 und soll alles ändern, was mit der Post-Editor-Erfahrung unter WordPress zusammenhängt. Seine Aufgabe ist es WordPress noch zugänglicher und nutzerfreundlicher zu machen. WordPress muss sich weiter entwickeln, wenn es seinen Platz im globalen CMS-Bereich beibehalten oder sogar weiter ausbauen will. Viele WordPress-Nutzer haben jedoch Angst, dass es nach dem Update zu Problemen mit Plugins, Themes und der Performance ihrer Seite kommen könnte. Daher ist es empfehlenswert sich auf dieses wichtige Update, das massive Änderungen an der Kernfunktion von WordPress mit sich bringt, vorzubereiten.

Was genau ist der Gutenberg-Editor?

  • Mit dem großen Update auf WordPress 5.0 wird Gutenberg bald den klassischen TinyMCE-Editor ersetzen und so zum Standard-Editor werden. Die gesamte Benutzeroberfläche sieht nicht nur anders aus, sondern verhält sich auch anders.
  • Das grundlegende Prinzip hinter dem neuen Editor sind aneinandergereihte, bewegliche Inhaltsblöcke, in die Text und Medien eingegeben, gestaltet und angeordnet werden können. So gibt es beispielsweise Blöcke für Überschriften, Text, Spalten, Zitate, Listen, Bilder, Videos, Widgets, und und und.
  • WordPress 5.0 bringt mehr JavaScript und nutzt die WordPress REST API. WordPress-Mitgründer Matt Mullenweg verkündete der WordPress-Community schon vor ein paar Jahren die Hausaufgabe “Learn JavaScript deeply!” Die Frage ist, inwieweit sich Gutenbergs Verwendung von JavaScript und der WordPress REST API auf die Performance verschiedener WordPress-Seiten auswirkt.
  • WordPress 5.0 ist ein Schritt in Richtung Pagebuilder. Er soll WordPress einen großen Schritt näher an WYSIWYG („What you see is what you get“) bringen. Anfangs wird Gutenberg nur auf Beitrags-Ebene eingeführt, Mullenwegs Vision ist es aber, ganz WordPress blockbasiert zu machen, um mit der Konkurrenz durch Website-Baukästen wie Wix, Medium und Co. mithalten zu können.
  • Aufgrund der Optimierung des Quellcodes in WordPress 5.0 wird hier also einiges an Ressourcen auf Serverseite eingespart. Das bedeutet, dass die vorhandenen Ressourcen mehr Requests auf einmal handeln können.

Was kann mit dem Update zu WordPress 5.0 auf dich zukommen?

Die Tatsache, dass Gutenberg mit WordPress 5.0 den WordPress-Nutzern quasi aufgezwungen wird, wird nich von jedem gern begrüßt. Plugin- und Theme-Hersteller müssen ihre Produkte auf Gutenberg-Kompatibilität überprüfen, diese ggf. anpassen oder komplett neu überdenken.

Auch bei Betreibern von WordPress-Seiten kommen zunehmend Fragen auf: Welche Auswirkungen hat das Ganze auf mein Geschäft? Macht WordPress 5.0 meine Seite langsamer? Werden meine Plugins noch funktionieren? Bringt mir das Update etwas, wenn ich den Editor gar nicht nutze?

Viele der Plugins und sogar das Design, das du gerade verwendest, sind möglicherweise beim Start nicht kompatibel. Um sich nicht überraschen zu lassen, kannst du schon heute ein paar Vorbereitungen treffen. Man kann nämlich leicht in Panik geraten, wenn die eigene Website mit der Änderung nicht zurecht kommt. Einige der Plugins laufen nicht mehr, das Theme ist plötzlich nicht mehr kompatibel etc.

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Mache dich für die Veränderung bereit!

1. Eine Probefahrt mit Gutenberg

Der beste Weg, um die Interaktion zwischen deinem Thema und Plugins mit der neuen Gutenberg-Erfahrung zu erfahren, ist sie auszuprobieren. Gutenberg ist als Plugin im WordPress.org-Repository in einer Beta-Version schon verfügbar. Installiere diese Plugin auf einer Testseite.

2. Füge deine drei Groschen dazu

Du musst kein Entwickler sein, um zu Gutenberg beizutragen. Du musst es nur ausprobieren, ein Gefühl dafür bekommen und dann dein Feedback mit Vorschlägen hinzufügen, wie das WordPress-Team dahinter es verbessern kann. Jeder kann auch bei Editor Weekly Chats bei WordPress.org mitmachen.

3. Was tun mit Kompatibilität- Problemen?

Erstens - Keine Panik. Bis zum Start können die Fehler noch behoben werden. Und wenn nicht, gibt es auch eine sehr einfache Abhilfe: Installiere das Classic Editor-Plugin. Im Wesentlichen kannst du auf WordPress 5.0 aktualisieren - aber  immer noch den klassischen Editor verwenden. Als Notlösung.

Der Classic Editor wird deine Installation auf die klassische WordPress-Postbearbeitung zurückstellen und die Änderungen entfernen, die Gutenberg vornimmt, solange es installiert ist. In der Zwischenzeit bekommt dein problematisches Theme oder Plugin das Update oder du findest dafür einen Ersatz.

Zweitens - Erstelle eine Staging-Umgebung Eine Staging-Umgebung ist eine exakte Kopie deiner aktuellen Website.

Drittens - Installiere Gutenberg in deiner Staging-Umgebung

Installiere das Gutenberg-Plugin auf deiner Staging-Seite und deaktiviere Sie das klassische Editor-Plugin.

Jetzt überprüfe, ob du fehlende oder falsch ausgerichtete Texte hast, fehlende Funktionen, nicht funktionierende Shortcodes etc. Vielleicht schaut das Frontend komisch aus. Die meisten deiner wichtigsten Plugins werden auf Gutenberg vorbereitet sein.

Viertens - Aktualisiere / Deaktiviere /Lösche von Plugins und Themes auf deiner Staging Seite. Beobachte die Fehler in dem du:

  • Diejenige Plugins aktualisierst, die eine mit Gutenberg kompatible Version haben
  • Plugins nacheinander deaktivierst, um festzustellen, ob sie das Problem verursacht haben.
  • Ersatz-Plugins für die nicht kompatiblen Plugins suchst.
  • Unnötige Plugins, die Probleme verursachen löschst.
  • Dasselbe machst du bei deinen Themen.

Die Aktionen, die du hier in deiner Staging-Umgebung ausgeführt hast, kannst du auf deine Live-Seite übertragen.

Mein Fazit zu WordPress 5.0

Das endgültige Ausmaß, wie stark WordPress 5.0 die Performance deiner Seite verändert, wird sich erst in der Vollversion zeigen. Umschalten oder nicht umschalten ist hier keine Frage. WordPress 5.0 bringt wichtige Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen mit sich, daher ist die Aktualisierung deiner Website auf 5.0 keine große Wahl, sondern eine Notwendigkeit.

Das Upgrade auf eine neuere Version einer Software ist eine Entscheidung, die nach einigen Testläufen getroffen werden muss. Erstelle vor dem Update auf WordPress 5.0 auf jedem Fall ein Backup. Du musst Geduld haben, weil Gutenberg ungewöhnlich für dich sein wird und Probleme mit sich bringt. Aktualisiere deine Webseite nicht sofort, warte lieber paar Wochen. Erkunde zuerst das Plugin. Der Übergang wird viel einfacher, wenn du mit den Grundfunktionen des Editors vertraut bist.

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