Die WordPress Geschichte – Wie wurde WordPress zu dem, was es heute ist?

WordPress ist ein kostenloses, freies Content Management System (CMS). Ursprünglich entstand es als reine Blogsoftware. Nach und nach wurden immer mehr Funktionen hinzugefügt. Mittlerweile bietet WordPress viel mehr als nur eine Blog-Funktion. Das am häufigsten eingesetzte Content Management System der Welt wird heutzutage auch von großen Firmen für professionelle Webseiten benutzt.

Parallelen zu Facebook

Die WordPress Geschichte (obwohl fast unbekannt) erinnert an die Facebook-Erfolgsgeschichte von Mark Zuckerberg. Beide, der Entwickler von WordPress, Matt Mullenweg, wie auch der Gründer von Facebook wurden im Jahr 1984 geboren. Darüber hinaus sind beide Ideen im Jahre 2004 verwirklicht worden und fingen von da an, sich zu entwickeln. Heute nutzen mehr als 30% aller Webseiten weltweit WordPress als Content Management System.

Als Matt Mullenweg, damals ein 18-jähriger Blogger, im Jahre 2002 über die Verbesserung der Blog-Software (b2/cafelog), die er benutzte, nachdachte, konnte er in seinen kühnsten Träumen nicht erahnen, was für ein überschäumender Erfolg daraus entstehet. Nach der Teilnahme an einem Sommercamp in Washington wollte Matt die Fotos mit seinen Freunden in Houston teilen und dafür richtete er einen Blog, auf Basis der zu der Zeit einzigen Open-Source-Software b2, ein. Der wurde innerhalb von fünf Monaten von 20.000 Menschen besuchten. Zu dieser Zeit war es eine beträchtliche Summe.

b2 vor dem Aus

Als die Software b2 im Jahr 2003 vor dem Aus stand, rief er seine Leser dazu auf, mit ihm eine eigene Open-Source-Software zu entwickeln, die auf b2 aufbaut und mit den aktuellen Internetstandards und seinen Bedürfnissen im Einklang steht.

Da b2/cafelog unter der GPL (General Public License) stand, einer Software-Lizenz, die einem gewährt, die Software auszuführen, zu studieren, zu ändern und zu verbreiten (kopieren), war ein Fork (in der Softwareentwicklung ein Entwicklungszweig nach der Aufspaltung eines Projektes in zwei oder mehrere Folgeprojekte) möglich. Schnell meldete sich Mike Little bei ihm und zusammen starteten sie WordPress mit der b2-Codebasis. Kurz darauf schloss sich ihnen der ursprüngliche b2-Entwickler Michel Valdrighi an. Mullenweg war zu der Zeit erst 19 Jahre alt und Studienanfänger an der University of Houston.

Christine Selleck Tremoulet, eine Freundin von Matt, erdachte den Namen WordPress und von da an wurde das Projekt unter diesem Titel entwickelt. Als noch im Mai 2004 Movable Type, der Hauptkonkurrent von WordPress, die Preise erhöhte, fingen tausende Anwender an nach neuen Lösungen zu suchen. Das war der Durchbruch in der WordPress Geschichte! Damit begann seine Erfolgsgeschichte. Die Community wuchs rasant an und schon ein Jahr später wurde „WordPress Deutschland“ gegründet…

2004: Die erste stabile Version von WordPress

Im Oktober 2004 wird Mullenweg von der Nachrichtenwebsite CNET eingestellt, um WordPress für deren Blogs weiterzuentwickeln, wo er ein Jahr gearbeitet hat. Danach konzentrierte er sich Vollzeit auf WordPress und die dazugehörigen Aktivitäten. Im Oktober 2005 wurde Akismet, das erste WordPress-Plugin, welches vor Spam in Blog-Kommentaren schützen soll, vorgestellt und ab November 2005 wurde WordPress für jeden zugänglich (nicht wie bisher nur mit Einladung).

Im Dezember 2005 gründete Mullenweg Automattic, die Firma, die hinter WordPress.com und Akismet steht.

Automattic stellte Leute an, die zum WordPress-Projekt beigetragen hatten, wie z.B. Hauptentwickler Ryan Boren, WordPress MU-Entwickler Donncha O Caoimh und Toni Schneider als CEO.

Der kommerzielle Zweig von WordPress fängt an zu wachsen. Er beinhaltet die Einrichtung und den Betrieb eines Blogs oder einer Website an – inklusive Hosting. Das WordPress-CMS ist dort bereits vorinstalliert, was besonders für Anfänger von Interesse sein sollte. Ein Grundpaket mit drei Gigabyte Speicherplatz ist gratis verfügbar – Zusatzfeatures wie weiterer Webspace, eine eigene Domain und direkter Support kosten hingegen.

Darüber hinaus gibt es den Premium-Service für umfangreiche Unternehmens-Lösungen.

User persönlicher Blogs können die Standard-Variante des Tools für eine unbegrenzte Anzahl nicht-kommerzieller Seiten kostenlos bzw. auf Spendenbasis nutzen. Eine kommerzielle Seite kostete fünf Dollar pro Monat und diejenigen Unternehmer, die eine unbegrenzte Anzahl kommerzieller Seiten benötigen, mussten 50 Dollar monatlich für den Dienst bezahlen.

Im Februar 2005 entstand die Version 1.5 „Strayhorn“, die über 900.000 mal heruntergeladen wurde. Die Version führte das Theme-System, Moderationsfeatures und ein neues Design für Frontend und Backend ein.

Im März 2007 wählte die Redaktion der Zeitschrift PC World Mullenweg auf Platz 16 einer Liste der „50 wichtigsten Leute im Web“.

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WordPress heute

Heute wird die die große Popularität von WordPress in der einfachen Nutzbarkeit, der zahlreichen, guten Plugins und der umfangreichen Auswahl an Webseiten-Themes begründet.

Im Interview mit dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes gab Mullenweg an, dass lediglich jeweils zehn Prozent der Einnahmen durch WordAds und VIP-Programmen entstehen. WordAds ist das Advertising-Programm von WordPress, das Blogs bei der Monetarisierung helfen soll. Die übrigen 80 Prozent der Einnahmen werden durch Registrierungen mit eigenen Domain-Namen und Extra-Features generiert.

Zu den VIP-Kunden von WordPress gehören unter anderem CNN, TechCrunch, NBC Sports, PandoDaily, New Yorker, und im deutschen Sprachraum Unternehmen wie Zalando, Ritter Sport, Vodafone und Tchibo.

Heute beschäftigt Automattic nach eigenen Angaben 240 Mitarbeiter in vielen Büros weltweit verteilt. Der Wert der Firma wird auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

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